Vor kurzem habe ich einen Windows Server 2008 R2 Server, auf welchem VMware vCenter 5.5 läuft, auf die aktuelle Windows Server 2012 R2 Version aktualisiert.

Die Windows Server Aktualisierung ging flott von Statten und auf den ersten Blick schien alles problemlos geklappt zu haben, allerdings konnte der „Virtual Center Service“ Dienst aufgrund eine Abhängigkeit nicht mehr gestartet werden. Es wurde der Fehler 1075 mit der Meldung „Der Abhängigkeitsdienst ist nicht vorhanden oder wurde zum Löschen markiert“ (Englisch: „The dependency service does not exist or has been marked for deletion“) angezeigt.

Um das Problem zu beheben, muss ein Eintrag in der Registry geändert werden, welcher den abhängigen Dienst enthält:

  1. Öffnet zunächst die Registrierdatenbank vom Windows Server
  2. Navigiert zum Hive „HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\vpxd
  3. Hier existiert eine Mehrteilige Zeichenfolge (REG_MULTI_SZ) mit der Bezeichnung „DependOnService
  4. Öffnet den Eintrag und löscht die Zeile „ProtectedStorage“ heraus und bestätigt.

    VMware vCenter: Abhängige Dienste in der Registry bearbeiten

  5. Der „Virtual Center Service“ Dienst lässt sich wieder starten.

Der Dienst „ProtectedStorage“ stellte seit Windows XP / Server 2003 einen geschützten Bereich zur Verfügung, der Daten wie Passwörter und private Schlüssel speicherte. Unter Windows Server 2012 ist dieser Dienst allerdings nicht mehr vorhanden und verhindert deshalb den Start des vCenter Dienstes.


Windows Server 10 oder Windows Server 2015? Der Name für die nächste Windows Server Version ist noch nicht bekannt, aber bei MSDN sind bereits einige der neuen Features gelistet, wie Microsoft-Insiderin Mary Jo Foley berichtet.

Neben der Integration von PowerShell in der Version 5 wird Microsoft sowohl  Active Directory Federation Services (ADFS) als auch den  Remote Desktop Services neue Features spendieren. Des Weiteren soll die Möglichkeit bestehen, Hyper-V oder Scale-Out Fileserver Cluster ohne Downtime zu aktualisieren.

Im Bereich „Networking“ wird Microsoft die DNS-Serverrolle um verbessertes Logging erweitern, aber auch IPAM und DHCP erhalten Verbesserungen. Des Weiteren wird man das Feature Generic Routing Encapsulation (GRE) aktivieren, ein von Cisco entwickeltes Netzprotokoll, um andere Protokolle zu kapseln und über IP zu tunneln. Ebenso wird eine neue Serverrolle für Storage-basierte Replikationen Einzug halten.

Weitere Informationen wird es seitens Microsoft wohl am 01. Oktober 2014 geben, wobei wie bei Windows 10 bereits eine Technical Preview heruntergeladen werden kann.

 


Seit Windows Server 2008 R2 gibt es innerhalb der DHCP-Rolle eine Funktion, um MAC-Adressen zuzulassen oder zu sperren. Im letzten Fall heißt dies, von Euch geblockten Geräten wird keine IP mehr zugewiesen.

Möchte man diese Liste der MAC-Adressen nun auf einen anderen DHCP-Server übertragen, wird man feststellen, dass es leider keinen Eintrag im Kontextmenü gibt, um die Adressen exportieren zu können.

Dies geht allerdings mit zwei Zeilen PowerShell super easy und fix von Statten. Voraussetzung dafür ist allerdings Windows Server 2012 R2.

  1. Öffnet auf dem DHCP-Server, von welchem Ihr die MAC Adressen exportieren möchtet, die PowerShell-Konsole. Gebt hier folgenden Befehl ein:
    Get-DhcpServerv4Filter|Export-Csv C:\temp\dhcp-mac-filter.csv

    DHCP-Server: MAC-Filter exportieren

  2. Kopiert die unter C:\temp (oder Eurem angebenen Pfad) erstellte CSV-Datei auf den zweiten DHCP-Server an eine entsprechende Stelle.
  3. Öffnet auch hier wieder die PowerShell-Konsole. Nun gebt ihr folgenden Befehl ein
    Import-Csv C:\temp\dhcp-mac-filter.csv|Add-DhcpServerv4Filter
  4. Das war’s schon. Schaut in der DHCP-Konsole nach. Eure exportierten Einträge sollten nun da sein.


Bei einigen Anwendungen kann es durchaus vorkommen, dass sie zur Installation noch immer das .NET-Framework 2.0 oder .NET-Framework 3.x benötigen. Dies ist standardmäßig unter Windows Server 2012 (R2) nicht installiert und muss per Feature-Installation über den Server-Manager (alternativ DISM oder PowerShell) nachinstalliert werden.

Allerdings quittiert Windows Server 2012 (R2) den Versuch, das Feature zu installieren, üblicherweise mit der Fehlermeldung, dass die notwendigen Ressourcen fehlen würden.

„Fehler bei der Installation von mindestens einer Rolle, einem Rollendienst oder einem Feature. Die Quelldateien konnten nicht gefunden werden.“

Hier ist übrigens auch noch ein kleiner Fehler in der deutschen Übersetzung, da heißt es nämlich Quelledateien, an Stelle von Quelldateien 🙂

Windows Server 2012: Fehlermeldung beim Versuchen, das .NET-Framework 3.5 Feature zu installieren

Im Folgenden zeige ich Euch, wie ihr das .NET-Framework Feature trotzdem erfolgreich installieren könnt.

Server Manager

  1. Legt die Installations-DVD/Stick von Windows Server 2012 (R2) ein oder mountet im Fall einer VM das ISO-Image. Alternativ könnt ihr später auch einen Netzwerkpfad verwenden, solltet ihr die Installationssourcen auf einem solchen abgelegt haben
  2. Wählt im Server-Manager bei der Rollen-/Featureinstallation zunächst das .NET-Framework 3.5 Feature aus
  3. Im letzten Fenster des Assistenten („Bestätigung“) klickt ihr nun aber noch nicht auf „Installieren“
  4. Klickt auf den Link „Alternativen Quellpfad angeben

    Windows Server 2012: .NET-Framework 3.5 – Alternativen Pfad der Installationsdateien auswählen

  5. Im Eingabefeld „Pfad“ gebt ihr nun den Pfad zur den Ressourcen (z.B. der DVD) an. Im folgenden Screenshot ist das ISO auf E:\ gemountet. Der vollständige Pfad lautet hier „E:\Sources\SxS„. Entscheidend ist das Unterverzeichnis „\Sources\SxS„, welches die benötigten Quelldateien enthält.

    Windows Server 2012: .NET-Framework 3.5 – Alternativen Pfad der Installationsdateien angeben

  6. Bestätigt mit OK und anschließend auf Installieren. Nun klappt die Installation 🙂

Installation per DISM (Konsole)

Freunde der Eingabekonsole können das Feature auch per DISM installieren. Der Befehl ist außerdem nützlich, wenn man die Installation automatisieren bzw. skripten möchte.

  1. Startet CMD (oder powershell) als Administrator
  2. Gebt nun den folgenden Befehl ein und bestätigt mit Enter
    DISM /online /enable-feature /featurename:NetFx3 /all /Source:E:\Sources\SxS /LimitAccess

    Windows Server 2012: .NET-Framwork 3.5 Feature per DISM installieren

Der Parameter „/Source“ teilt DISM mit, die Quelldateien auf E:\ zu suchen. Mit dem Parameter „/LimitAccess“ wird verhindert, dass DISM auch versucht, beim Windows Update Dienst nach den Quelldateien zu suchen.