Veeam hat das Update 1 für Backup & Replication 9.5 freigegeben. Neben diversen Performance- und Stabilitäts-Verbesserungen wird nun auch offiziell VMware vSphere 6.5 unterstützt. Einher geht die Unterstützung für die neuen Features der verschlüsselten VMs sowie VMFS6.

Ebenfalls integriert ist die Unterstützung der neuen Lösungen „Veeam Agent for Linux 1.0“ und „Veeam Agent for Microsoft Windows 2.0“ (derzeit noch Beta-Status), mit denen künftig offiziell auch physische Server per Veeam gesichert werden können. Dies war bisher zwar auch mit „Veeam Endpoint Protection“ möglich, aber war aber nie offiziell für Server freigegeben worden.

Auch Veeam ONE hat ein Update spendiert bekommen und wird wie Backup & Replication um den vSphere 6.5 Support und weiteren kleinere Verbesserungen ergänzt.

Die vollständige Übersicht aller Änderungen beider Produkten kannst Du den Release Notes KB2222 (Backup & Replication) und KB2223 (ONE) entnehmen.


Vor kurzem hat Veeam die Version 9.5 der Availability Suite, und damit impliziert auch der Produkte Backup & Replication sowie ONE veröffentlicht.

Während das Upgrade von Backup & Replication bei mir reibungslos klappte, stellte ich nach dem ONE Upgrade fest, dass die Lizenz als ungültig markierte wurde. Ich lud mir also aus dem Veeam Portal die aktuellste Lizenz-Datei herunter, um diese erneut einzuspielen. Zunächst wurde diese vermeintlich auch als valide angezeigt, beim erneuten Anzeigen des Lizenz-Fensters erschien jedoch die Meldung „License signature is invalid„.

Veeam ONE – License signature is invalid

Verschiedene Versuche blieben erfolglos, sodass ich mich an den Veeam Support wandte. Prompt erhielt ich die Rückmeldung, dass es sich tatsächlich um einen Bug handelt, der sich aber beheben lässt.

Der Support schickte mir dazu einen Link zu einer DLL Dateien, die auszutauschen ist. Ich werde diese DLL allerdings aus rechtlichen Gründen nicht bereitstellen, möchte aber dennoch das Vorgehen beschreiben:

  1. Eröffne beim Veeam Support ein Ticket, dass Du das oben stehendes Problem hast. Im Normalfall solltest Du dann recht zügig eine Mail vom Veeam Support mit einem FTP-Zugang erhalten. Im FTP-Verzeichnis kannst Du dann die aktualisierte VeeamNET.dll herunterladen.
  2. Beende auf Deinem Veeam ONE Server den Dienst „Veeam ONE Monitor Server
  3. Im Anschluss kopierst Du die neue Version der VeeamNET.dll in das Verzeichnis C:\Program Files\Veeam\Veeam ONE\Veeam ONE Monitor Server. Zur Sicherheit solltest Du die vorhandene Version z. B. in .OLD umbenennen oder wegsichern.
  4. Starte zuvor beendeten Dienst „Veeam ONE Monitor Server“ wieder.
  5. Wenn Du jetzt über die Veeam ONE Konsole die Lizenzinformationen öffnest, sollte alles wieder wie gewohnt „valide“ aussehen. 🙂

    Veeam ONE – Valide Lizenzinformationen

Leider ist in der Knowledge Base von Veeam noch kein Hinweis zu finden, oder ein offizielles Update verfügbar. Ich hoffe, diese Zusammenfassung hilft Dir weiter 🙂


Veeam hat seine Availability Suite in der Version 9.5 veröffentlicht. Bereits vor einigen Wochen wurden im Rahmen der VeeamON die neuen Funktionalitäten vorgestellt.

Hauptaugenmerk liegt demnach insbesondere auf der Unterstützung der neuen Funktionalitäten von Microsoft Windows Server 2016 bzw. von Veeam unter dem Oberbegriff „Microsoft 2016“ zusammengefasste Produkte und Features. Hierzu gehören die Unterstützung der aktuellen Versionen von Microsoft Active Directory, Exchange, SharePoint und SQL Server sowie der Nano Server, PowerShell Direct und Storage Spaces Direct (btw: sehr coole, neue Features 🙂 )

Veeam unterstützt Microsofts Storage Spaces Direct und Nano Server in Windows Server 2016

Auch unterstützt die Version 9.5 das neue Hyper-V Backup Framework, wodurch die Abhängigkeit zu VSS-Snapshots entfällt und somit die Performance verbessert. Da Microsoft in der neuesten Hyper-V Version durch Resilient Change Tracking endlich Changed-Block-Tracking unterstützt, entfällt auch die Notwendigkeit des hauseigenen Filtertreibers.

Apropos, wenn Du die Hyper-V Umgebung mit Veeam sichern willst, könnte diese eBook für dich interessant sein: All You Need to Know About Microsoft Windows Server 2016 Virtualization

In Folge von diversen Anwender-Feedback hat das Team eine verbesserte Funktionalität im Zusammenhang mit Microsoft Azure implementiert, sodass nun direkt vom On-Premises Server nach Microsoft Azure wiederhergestellt werden kann.

Restore nach Microsoft Azure

Es gibt mal wieder einige interessante neue Features. Wie schon das eine oder andere Mal geschrieben, ist Veeam wirklich ein klasse Stück Software, dass uns Virtualisierungs-Admins wirklich eine Menge Ärger erspart und ruhig durchschlafen lässt 🙂 In der offiziellen Ankündigung findest Du weitere Informationen zu den Neuerungen.


Veeam Backup & Replication im Enterprise Umfeld hatte ich schon ein paar Mal erwähnt. Nach wie vor echt klasse diese Software. Kürzlich war ich auf aber eine Problematik gestoßen, die mich einige Stunden Suche gekostet haben.

Was war passiert? Auf sämtlichen virtuellen Maschinen, die eine oder mehrere Microsoft SQL Server Instanzen halten, erfolgt eine periodische Sicherung der Transaktionsprotokolle. Dies klappt normalerweise auf Anhieb, wenn die entsprechenden Einstellungen gesetzt sind:

  • Wiederherstellungsmodell (Recovery Model) in den Eigenschaften der Datenbank auf „Vollständig“ („Full“) setzen

    Wiederherstellungsmodell in den Datenbank-Eigenschaften

  • Im Veeam B&R Job die Option „Enable application-aware processing“ aktivieren und entsprechenden SQL-Einstellungen setzen

    Veeam Backup & Replication: Sicherung von Transaktionsprotokollen

Dennoch wurde die Datenbank auf einem Server nicht korrekt gesichert. Folglich wuchs das Transaktionsprotokoll (LDF-Datei) massiv an, erreichte einige Gigabyte und ließ die Partition langsam, aber sicher volllaufen.

Hätte ich das Protokoll vom Veeam etwas aufmerksamer gelesen, wäre ich vielleicht sogar schneller auf die Ursache gestoßen 🙄  Dennoch, eine fehlgeschlagene Sicherung wurde nie gemeldet, sodass ich mir zunächst nichts dabei gedacht habe. Bis ich dann auf folgende Zeile aufmerksam wurde: „Skipping AutoClose databases: XXXX“

Veeam Backup & Replication: Skipping AutoClose databases Meldung

Was hat es damit auf sich? Ich muss zugeben, AutoClose ist eine Option, auf die ich vorher nicht sonderlich geachtet habe. Standardmäßig ist diese Option bei einer SQL-Datenbank eigentlich deaktiviert. AutoClose ist ein Überbleibsel aus grauer Vorzeit und von Microsoft wird schon seit Jahren die Deaktivierung empfohlen.

Problematische Einstellung: AutoClose

Normalerweise soll die Einstellung sicherstellen, dass der SQL Server sämtliche beanspruchten Ressourcen (Speicher, CPU, I/O etc.) wieder freigibt, sobald die letzte User-Session getrennt worden ist. Nun kann es aber passieren, dass sich der letzte User für ein paar Sekunden (oder Zehntel Sekunden) abmeldet, dann aber sofort wieder anmeldet. Dennoch werden die Ressourcen freigegeben und sofort wieder beansprucht. Folglich kann dieser vermeintlich gut gemeinte Vorgang das System deutlich verlangsamen. Weitere Informationen zu der AutoClose-Funktion könnt ihr bei SQL Server Pro und Microsoft nachlesen.

Genau an dieser Einstellung stört sich auch Veeam und überspringt entsprechende Datenbanken. Nach Rücksprache mit dem Software-Hersteller, welcher die Datenbank für seine Software verwendet, bestand aber kein Grund, diese Option aufrecht zu erhalten. Folglich konnte ich AutoClose wieder auf False setzen und Veeam sichert nun ohne Probleme die Datenbank 🙂