Seit einigen Wochen gibt es Neuigkeiten und Gerüchte rund um Windows 8.1 Update 1, das unter Insidern auch als „Spring“-Update gehandelt wird. Offizielle Äußerungen seitens Microsoft gab es bis dato noch nicht. Erst jetzt gab man auf dem Mobile World Congress in Barcelona einige Informationen zum „Update 1“ bekannt.

Neues gibt es aber eigentlich nicht zu berichten: Die Modern UI (ehemals Metro genannt) erhält einige Verbesserungen, des Weiteren lassen sich die Apps nun auch an die Taskleiste anpinnen. Daneben wird das „Update 1“ einige Verbesserungen in Sachen Systemanforderungen bringen. So soll sich das aktualisierte Windows bspw. wie mit 1 Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte Storage begnügen können. Generell ein guter Schritt, um auch leistungsschwächere Geräte, vor allem im Tabletbereich bestücken zu können.

Am Rande gab auch das Server Team bekannt, für Windows Server 2012 R2 ein Update zu veröffentlichen, dass kleinere Oberflächenverbesserungen und Bugfixes bringen soll. Ebenso wird es auch die Update-Rollups und Sicherheitspatches der letzten Wochen und Monate beinhalten.

Einen offiziellen Veröffentlichungstermin gibt es immer noch nicht, man munkelt aber über den 08. April 2014.


Seit Windows Server 2012 bzw. Windows Server 2012 R2 “weiß” ein Domaincontroller nun, dass er virtualisiert betrieben wird, sodass mittlerweile die Möglichkeit besteht, u.a. Snapshots zu erstellen. Des Weiteren kann ein Domaincontroller nun geklont werden.

Allerdings tritt bei einem deutschen Server-System während der Vorbereitung ein Fehler auf, der die weitere Durchführung verhindert.

Das folgende Szenario wurde mit einer Windows Server 2012 R2 Standard-Edition, deutsche Sprachversion und aktuellen Updates durchgeführt.

So muss der zu klonenden Domaincontroller Mitglied der globalen Gruppe “Klonbare Domänencontroller” sein.

Zu klonenden Domaincontroller der Gruppe „Klonbare Domänencontroller“ hinzufügen

Genau hier tritt aber später das Problem auf. Zunächst muss mittels dem PowerShell-Befehl  Get-ADDCCloningExcludedApplicationList geprüft werden, ob Abhängigkeiten zu Serverrollen bestehen, die nicht geklont werden können (z.B. DHCP-Server, ggf. mit Parameter -GenerateXML ignorieren).

Anschließend führt man den folgenden Befehl aus, um den bestehenden Domaincontroller (hier: DC1) für den Klonvorgang vorzubereiten:
New-ADDCCloneConfigFile -Static -IPv4Address 10.0.0.2 -IPv4DNSResolver 10.0.0.1 -IPv4DefaultGateway 10.0.0.1 -IP
 v4SubnetMask 255.255.255.0 -CloneComputerName DC2 -SiteName Standort1

Und hier stößt man nun auf einen Fehler: Der PowerShell-Befehl kann nicht erfolgreich durchgeführt werden, weil angeblich die Gruppe “Klonbare Domänencontroller” nicht existiere.

Der lokale Domänencontroller wurde gefunden: (DC1.contoso.com).
Gruppe "Klonbare Domänencontroller" wird abgefragt...
New-ADDCCloneConfigFile : Unter "DC=contoso,DC=com" kann kein Objekt mit der ID "Cloneable Domain Controllers"
gefunden werden.
WARNUNG: Die Gruppe "Klonbare Domänencontroller" kann nicht abgefragt werden.
WARNUNG: Der lokale Domänencontroller ist kein Mitglied der Gruppe "Klonbare Domänencontroller".

Fehlermeldung beim Ausführen des PowerShell-Befehls, die Gruppe „Klonbare Domänencontroller“ existiere nicht

Es handelt sich anscheinend um einen undokumentierten Bug in deutschen Serversystemen. Weder im TechNet noch auf anderen einschlägigen Seiten findet sich ein entsprechender Hinweis, da man einfach die englische Bezeichnung ins Deutsche übersetzt hat.

Lösung – oder besser Workaround

Mit folgendem Trick (den ich letzte Woche kennengelernt habe, danke Henning!) lässt sich ein deutscher Domaincontroller aber dennoch für den Klonvorgang vorbereiten:

Und zwar müsst ihr dazu im „Active Directory Verwaltungscenter“ (oder old-fashioned über „Active Directory Benutzer und Computer“) die Gruppe “Klonbare Domänencontroller” in “Cloneable Domain Controllers”, also die originale englische Bezeichnung umbenennen.

Die Gruppen „Klonbare Domänencontroller“ muss in „Cloneable Domain Controllers“ umbenannt werden

Nun springt ihr wieder zurück in die PowerShell-Konsole und führt den obigen Befehl erneut aus, voilà und schon klappt’s. PowerShell erstellt die notwendige Datei DCCloneConfig.xml. Anschließend muss der Domaincontroller vollständig heruntergefahren gefahren werden, um die Klonvorgang zu starten. Fährt man nun die geklonte VM wieder hoch, wird die zuvor erstellte XML-Datei mit den obigen Parametern geladen und die Maschine als zweiter Domaincontroller heraufgestuft.

Nach der Umbenennung kann der PowerShell-Befehl ausgeführt werden

Microsoft, bitte diesen Bug in den nächsten Updatezyklen beheben, generell ist das Klonen eine geniale Funktion, sollte aber immer funktionieren, egal, welche Serversprache vorliegt.

Schade ist auch, dass sich anscheinend in fast keinem Step-by-Step, egal ob Technet oder private Blogs ein Hinweis dazu finden lässt. Wenn einen der Kollegen eine Alternative bekannt ist, schreibt mir gerne einen Kommentar 🙂


Ursprünglich sollte Windows 8.1 Update 1 Gerüchten zu Folge bei monatlichen Patchday am 11. März 2014 veröffentlicht werden. Nun aber scheint sich der Veröffentlichungstermin um einen Monat auf den April-Patchday zu verschieben. Am 08. April 2014 soll die Feature-Collection dann als “Frühlings”-Update an den Start gehen. Der König ist tot, es lebe der König: Ebenfalls am 08. April 2014 endet nämlich für XP der erweiterte Support.

Neuerungen werden vor allem im Bereich der Metro-Oberfläche zu finden sein, welche stärker mit der klassischen Oberfläche verzahnt wird: So lassen sich Metro-Apps z.B. nun auch in der Taskleiste anpinnen. Daneben wird es einen aktualisierten Internet Explorer 11 und verschiedene Performanceverbesserungen geben.


Aktuellen Gerüchten zu Folge, könnte Windows 8.1 Update 1 am 11. März diesen Jahres erscheinen. Interessanterweise ist an diesem Tag auch der allmonatliche Microsoft Patchday. Mary Jo Foley, die immer die neuesten Microsoft-Insiderinfos hat, geht von einer Verteilung vom „Update 1“ via Windows Update aus.

Außerdem wird gemunkelt, dass Microsoft in dem Zuge auch einige Änderungen einbringt, welche die Systemanforderungen in Sachen Arbeitsspeicher und Festplattenplatz reduzieren sollen. Damit soll es vor allem ein Schub für günstigere Tablets geben, die leistungstechnisch nicht so stark ausgestattet sind.