Als man sich bei Opera entschloss, den alten Weg von Opera 12.x nicht mehr weiterzuverfolgen (eigene Engine, Funktionen), sondern stärker in Richtung Standard mittels Googles Blink-Engine zu gehen, waren viele alteingesessene User wenig begeistert, ebenso wenig wie der ehemaliger CEO Jon von Tetzchner.

Also entschloss sich dieser, das ganze Projekt mit einem Team neu aufzurollen, fernab vom einstigen Opera Team. Herausgekommen ist dabei die Tech Preview eines Browsers, den auf den Namen „Vivaldi“ hört. Toll, wird sich jetzt so mancher denken, noch ein Browser (den keiner braucht).

Vivaldi Browser: Farbenwechsel der Tabs

Aber! Soweit ich einen ersten Blick auf die Preview werfen konnte: Eingefleischte Opera 12.x User werden die Vorschau lieben und gespannt sein, was sie noch erwartet. Denn bereits jetzt konnte ich einige liebgewonnene Features wie das Sidepanel (mit den Lesezeichen, Notizen), die Notizfunktion oder die F2-Schnellwahl wiederfinden (nicht das Speed-Dial!). Aber auch das Speed Dial wurde integriert und ein wenig aufgebohrt, so lassen sich z.B. im Speed-Dial verschiedene Bereiche kategorisieren. Und ja, auch die guten alten Mausgesten scheinen (zumindest schon einmal teilweise) implementiert worden zu sein! 😀

Vivaldi Browser: Das Speed-Dial

Über die Optik lässt sich vielleicht noch etwas streiten, auch dass sich die Farbe je nach Template-Schwerpunkt ändert, wenn man eine Webseite besucht, ist Geschmackssache und lässt sich später hoffentlich konfigurieren. Aber eben die Einstellungen bieten bereits jetzt viele Möglichkeiten, die wir von früher kannten: Anordnung der Tableiste oben, unten, links oder rechts; Das Ein- oder Ausblenden des Panels; Konfiguration der HotKeys.

Vivaldi Browser: Konfiguration der Hotkeys

Für Chrome und Firefox Enthusiasten (auf den ersten Blick) vielleicht (noch) keine Alternative. Opera 12.x Freunde, die nie den finalen Umstieg auf die Versionen von Opera 20 ff. durchgeführt haben, sollten sich Vivalidi auf jeden Fall mal anschauen. Wenn das Projekt weiter konstant verfolgt wird, könnte das wirklich was werden. 🙂


Ende 2014 machte eine interessante Schlagzeile die Runde: Microsoft bastelt an einem neuen Browser, nein, nicht Internet Explorer 12, sondern wirklich etwas Neues. Viele Spekulation machten und machen noch die Runde, wie der unter dem Codenamen „Spartan“ laufende Browser aussehen könnte und vor allem, was er kann.

Nun tauchte bei BGR.com ein Screenshot des vermeintlichen „Spartaners“ auf. Allerdings wurde dieser von Tom Warren umgehend als Fake deklassiert.

Microsoft Spartan-Browser (Fake-Screenshot)

Ich persönlich hoffe nur, dass es sich hier nicht nur um einen Fake, sondern um einen schlechten Scherz handelt und das der Browser nicht mal ansatzweise so aussehen wird. Spartanisches Design hat der Screenshot ja, aber eklig klicki-bunti sieht er auch aus. Furchtbar.


Etwas erstaunt war ich doch, als heute mein Opera-Browser mich heute mit einer Update-Meldung begrüßte: Das Desktop Team hat die Version 12.17 veröffenlicht.

Wow, tatsächlich nochmal ein Update für die gute alte 12.x-Version mit Presto-Engine. Kleine Wermutstropfen: Das Team hat zwei Sicherheitslücken geschlossen, eine davon steht im direkten Zusammenhang mit Heartbleed. Der Autoupdater ist davon betroffen. Sollte jemand das Zertifikat bei Opera stehlen, könnte er ggf. den Autoupdater entsprechend manipulieren.

Schön wäre natürlich, wenn es konkrete Anhaltspunkte geben würde, dass wir in naher Zukunft aber auch nochmals offizielle Updates für die 12.x-Version sehen würden 🙂


Das Desktop Team hat die finale Version von Opera 19 veröffentlicht. “Neuerungen” sind die Rückkehr der Lesezeichenleiste und die Möglichkeit, beliebige Fotos als Hintergrund im Speed Dial zu benutzen.

Freunde, was soll ich Euch sagen – Nach wie vor bin in enttäuscht vom Opera Browser. Im Nachhinein betrachtet, hätte man bei dem bleiben sollen, was man hatte und konnte: Presto – eine eigene Engine, die konsequent und gut weiterentwickelt wird, mit guten neuen Features.

Opera 19 – Die Lesezeichenleiste

Seit man sich von der eigenen Engine vor einiger Zeit verabschiedete und entschied auf Chromium umzusteigen, ist der Opera Browser einfach nicht mehr so wie früher. Es fehlen noch immer viele, viele Features, die Alteingesessene liebgewonnen hatten. Gut die Lesezeichenleiste ist wieder da, aber nicht in gewohnter Funktion. Man hat seine eigene Identität verloren.

Mir geht es nicht alleine so, viele User denken so und sind immer noch mit Version 12.16 unterwegs. Auch einer der “Väter” des Opera Browsers, Jon S. von Tetzchner äußerte sich erst kürzlich kritisch über den Weggang von der eigenen Engine.