Kabelsalat [Rezension]

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Kabelsalat von Andrew Blum

Inhaltsverzeichnis

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Zusammenfassung

In „Kabelsalat“ beschreibt der New Yorker Journalist Andrew Blum, wie er „einem kaputten Kabel folgte und das Innere des Internets entdeckte“. Die Entdeckungsreise des Autors beginnt am heimischen Internetanschluss, dessen Kabel einem Eichhörnchen zum Opfer fällt. Daraufhin entwickelt sich die Frage, was dieses tagtäglich genutzte Internet eigentlich ist und wo man es finden kann. Ist es tatsächlich nur so etwas wie eine kleine schwarze Box mit blinkendem Licht, die eigentlich im Tower von Big Ben lagert, wie Moss Jen in einer Folge von IT-Crowd scherzhaft erklärt?

Das Buch liest sich wie ein Reisebericht, bei dem Blum die virtuelle Welt in gewisser Weise verlässt und verschiedene große Rechenzentren, Netzknoten und Landestellen von Seekabeln rund um den Globus besucht. Zwischenstopps legt er unter anderem bei Equinix in Asburn und weiteren Netzknoten Milwaukee, London, Amsterdam und auch beim DE-CIX in Frankfurt ein. Immer auf der Suche nach der Technik des Internets, trifft er auch die Menschen dahinter, die ihn größtenteils freudig empfangen und gerne herumführen. Amüsant ist, dass ihm auch der „Geruch“ des Internets auffällt. Was damit gemeint ist, dürfte jedem Systemadministrator klar sein 😉

Andrew Blum zeigt auf knapp 300 Seiten, dass das Internet mehr als ein abstraktes Gebilde ist, erläutert geografische Zusammenhänge und Entwicklungen, geht auf die Technik und die Menschen dahinter ein. Auch wenn sich das als Reisebericht gestaltete Buch gut lesen lässt, ist es etappenweise allerdings auch recht langatmig. Dennoch schafft es Blum recht gekonnt, den Spagat zwischen dem virtuellen Raum, bestehend aus Bits und Bytes, und dem physischen Raum, bestehend aus Kabeln, Servern, Routern und natürlich den Menschen dahinter, näher zu bringen und zu einer interessanten Geschichte zu verflechten.

Bei TED Talks schilderte Blum, wie das Buch entstanden ist:

Fazit

Zusammenfassend kann ich das Buch größtenteils, aber mit kleinen Einschränkungen empfehlen. Inhaltlich ist das Buch bis auf ein paar kleine Schwächen bedingt durch Langatmigkeit durchaus zu empfehlen. Der als Reisebericht verwandte Schreibstil gefällt mir bei dieser Reise per Anhalter durch das Internet. Das Buch ist in einem Hardcover gefasst, was es aus meiner Sicht nicht hätte sein müssen. Ein Taschenbuch wäre auch vollkommen okay gewesen, auch weil „Kabelsalat“ mit 20 Euro aus meiner Sicht etwas teuer ausfällt.

Disclaimer: Vielen Dank an den Albrecht Knaus Verlag, die mir das Rezensionsexemplar freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Die Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider und ich wurde für den Artikel nicht vergütet.

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2 KOMMENTARE

  1. Klingt sehr interessant, mal was anderes. Ich such mal bei Amazon Kindle danach, wenn ich es finde wird es gelesen 😉
    Grüße
    Der Kölner

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