Domains verkaufen und reich werden


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Zum Thema „Domaingrabbing“ oder wie werde ich reich, wenn ich mir die passenden Domain zur rechten Zeit sichere und sie einige Jahre später für ein zigfaches verkaufen kann, berichten Süddeutsche und die FAZ, als Aufhänger die für 2,6 Millionen kürzlich verkaufte Domain „pizza.com“, welche sich der ehemalige Webdesigner Chris Clark anno 1994 für 20 Dollar gesichert hatte und 14 Jahre lang brach liegen ließ

Dass sein Domainhunger damals nicht größer war, ärgert ihn. [Er bereue] jetzt schon […], in den neunziger Jahren nicht mehr Domains gekauft zu haben. (faz)

Schreibt die FAZ in Bezugnahme auf die Baltimore Sun, in der Clark sich dazu äußerte. Kann man verstehen, bedenke man, er hätte sich noch ähnliche generische Domains sichern können und diese für einen ähnlichen Preis verkaufen können. Klar, hinterher ärgert man sich immer. Ich habe mich auch geärgert, damals als Google an die Börse ging keine Aktien gekauft zu haben, obwohl ich drüber nachgedacht, die Überlegung aber wieder verworfen hatte, da ich mich in börsentechnischen Dingen nicht ausgekannt habe bzw. auskenne. Heute, nachdem man den heutigen Kurs mit dem Einstiegskurs vergleicht, ärgert man sich genauso, hätte man doch auch hier einen guten Riss machen können.

Der Autor des FAZ-Artikels, Marco Dettweiler, philosophiert, ob Deutschland nicht überlegen solle, die eigene TLD .DE zu verkaufen, wie es der kleine Südseestaat Tuvalu (.TV) vor einigen Jahren für 50 Millionen Dollar gemacht habe. So „würde wieder Geld in die leere Staatskasse gespült werden“.

Ich denke, ich fasse es wohl richtig auf, dass dies nur als Scherz zur Auflockerung des Artikels bzw. dessen Schluss abrunden sollte, da ein Vergleich kleiner Südseestaaten, von denen neben Tuvalu eine Reihe anderer ebenfalls ihre TLD verkauft haben (.VU, .TC ….) nicht mit einer Domainhochburg wie Deutschland (12.003.828 registrierte .DE-Domains; Quelle: Denic / Stand: 15.04.2008) zu vergleichen ist. Was solle schließlich mit all den bereits registrierten Adressen passieren? Vor allem würden mE die SEOs lautstark protestieren, da sie ihren jahrelang erarbeiteten Pagerank verlieren würden 😉

Jake Winebaum und Sky Dayton […] wurden belächelt und verspottet, als sie im Jahr 1999 für 7,5 Millionen Dollar die Domain business.com kauften. (sd)

Wie die Süddeutsche weiter schreibt, verkauften die beiden die Domain später für 350 Millionen Dollar und dürften dann wohl die beiden gewesen sein, die gelacht haben. Aber hier bewahrheitet sich mal wieder der alte Spruch „Wer wagt, der gewinnt“.

In den USA gelte eine wertvolle Domain, die man besitzt zur vernünftigen Form der Altersvorsorge, schreibt die Süddeutsche und schließt den Artikel mit dem Satz und Bezug auf genannte Domains wie sex.com, poker.com und pizza.com

Man könnte daraus schließen, dass es im Internet vor allem um Trinken, Zocken und die körperliche Liebe geht. Aber das stimmt natürlich nicht. (sd)

Naja, ganz falsch ist diese Annahme mE sicherlich nicht, denn wahrscheinlich hätte sich das Internet, vor allem das WWW, nicht so durchsetzen können oder Position einnehmen können, hätte diese Aspekte gefehlt. Letztens hatte ich gelesen, dass es bei der VHS wohl ähnlich gewesen, hätte sich nicht die Ü18-Abteilung aus der Videothek daraufgestürzt.

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