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Veeam Backup & Replication 9.5 Update 4 final veröffentlicht

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Veeam Backup & Replication 9.5 Update 4 veröffentlicht
Veeam Backup & Replication 9.5 Update 4 veröffentlicht

Nachdem das Update 4 von Veeam Backup & Replication 9.5 für VCSP-Partner bereits seit circa drei Wochen bereitsteht, stellte Veeam heute die finale Version vor.

Im Rahmen einer Keynote präsentierte das Team auf der Velocity 2019 in Orlando die neuen Funktionalitäten. Inklusive Live-Vorführung einzelner Features. Obgleich Live-Vorführungen immer ein kleines Wagnis sind (man erinnere sich an den Windows 98 USB Fail 🙂 ), klappte alles ohne Probleme. Ich habe mir die Vorträge über den Livestream auszugsweise angeschaut und einige Funktionalitäten sehen wirklich vielversprechend aus. Unter dem Motto Expanding Leadership in Cloud Data Management verwischen den Grenzen zwischen On-Premises und Cloud-Datenhaltung immer mehr.

Richtig cool war unter anderem das Instant Recovery einer virtuellen Maschinen, die direkt aus einem Backup in einem AWS S3 Storage gestreamt wurde. Neben dem bereits erwähnten neuen Feature Veeam Cloud Tier stellte Veeam DataLabs ein Highlight für mich da.

Einerseits unterstützt Veeam Administratoren dabei, ihre Backups DGSVO-konform zu halten (Recht auf Vergessen). Andererseits werden Funktionalitäten geboten, um etwa schlafende Ransomware effektiv unschädlich zu machen. Vor einem Restore wird das Backup-File mittels einer AntiVirus-Lösung auf verdächtige Schädlinge geprüft. Unterstützt werden aktuell die Engines vom Microsoft Windows Defender, Symantic Protection Engine und ESET NOD32.

Das waren für mich die Haupt-Highlights des heute veröffentlichten Update 4. Sämtliche Änderungen kannst Du in den Release Notes und dem What’s New Dokument nachlesen.

Auch für Veeam ONE wurden neue Features vorgestellt und das Update 4 heute veröffentlicht. Ein interessantes Feature für die Systemüberwachung ist die Möglichkeit, sich Heatmaps anzeigen zu lassen und somit potentielle Engpässe zu evaluieren. Für Veeam ONE gibt es ebenfalls Release Notes und ein What’s New Dokument.

Insgesamt ist auch dieses Update wieder vielversprechend. Mit jeder Version haut Veeam immer coolere Features raus. Kein Wunder also, dass man inzwischen ein wichtiger Partner von Microsoft und Amazon AWS ist, die sich im Rahmen der Keynote beide kurz zu Wort meldeten.

Veeam Backup & Replication 9.5 Update 4 RTM veröffentlicht (für VCSP Partner)

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Veeam Backup & Replication 9.5 Update 4
Veeam Backup & Replication 9.5 Update 4

Update 4 zunächst nur für VCSP verfügbar

Veeam hat das Update 4 für Backup & Replication 9.5 veröffentlicht – zunächst aber nur für VCSP Partner, also allen Cloud- und Serviceprovidern. Die generelle Verfügbarkeit (GA) wird vermutlich am 22. Januar sein.

Der Grund für die vorzeitige Verfügbarkeit für VCSPs: Diese müssen zwingend das Upgrade durchführen, bevor ein Cloud Connect Tenant dies macht. Ansonsten kommt es zu Problemen mit der Backup- oder Replikations-Funktionalität in Richtung eines Cloud-Repositories.

Vor allem für VCSPs wird 9.5 Update 4 zahlreiche Neuerungen bringen. Dazu gehören Lösungen im Bereich Disaster Recovery as a Service (DRAAS) im Zusammenspiel mit VMware vCloud Director. Des Weiteren werden künftig Amazon AWS S3 sowie Microsoft Azub Blob Storage in der Scale-Out Backup Architektur supportet. Neben technischen Neuerungen hat Veeam auch an lizenzrechtlichen Themen geschraubt und führt neue Instance-Keys in einem Pay-as-you-go Modell ein. Weitere Informationen finden VSCPs im geschlossenen Bereich des Forums samt Download-Link.

Weitere Verbesserungen sind etwa der Möglichkeit, Cloud Connect Backups auf Tape zu sichern oder das Passwort für den Connect zum Service Provider ändern zu können. Daneben werden weitere Produkte von VMware- und Microsoft unterstützt: Veeam supportet nun auch vCloud Director 9.5, VMware vSphere 6.7 Update 1 sowie Windows Server 2019 (1809).

Capacity Tier – Scale-Out Repositories mit Cloud Storage erweitern

Das Update 4 wird auch eine richtig coole Capacity Tier Funktionalität einführen. Durch den Algorithmus wirst Du Scale-out Repositories um Cloud-Storage erweitern können. Selten benötigte oder alte Backup-Sets kannst Du dann von einem teuren (schnellen) Storage auf einen günstigeren Storage (On Premises oder auch Amazon AWS S3, Microsoft Azure Blob) auslagern. Weitere Informationen zur Funktionalität beschreibt Rhys Hammond ausführlich in einem Blogbeitrag. Bei Ihm heißt die Funktion allerdings noch (?) Cloud Tier, als Nachfolger des bereits 2017 vorgestellten (und nie finalen Archive Tier).

Veeam Capacity Tier: Erweitert ein Scale-out Repository um Cloud-Storage z. B. Amazon AWS S3 oder Microsoft Azure Blob (Darstellung nach Rhys Hammond)

Wichtiger Hinweis für die Installation

Vor dem Einspielen des Update 4 sind aktuell unbedingt die folgenden drei KBs zu beachten, die Vorarbeiten bzw. Workarounds für die nachfolgend genannten Anwendungen erforderlich machen:

  • KB2832 – Betrifft Veeam One
  • KB2835 – Betrifft Veeam Availability Console
  • KB2809 – Betrifft Veeam Backup for Microsoft Office 365

Windows Sandbox – Sandbox-Funktion für Windows 10

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Windows Sandbox
Windows Sandbox

Via Reddit bin ich letzte Woche auf einen interessanten Beitrag von Hari Pulapaka in der Microsoft TechCommunity gestoßen. Tatsächlich plant Microsoft endlich Windows eine Sandbox-Funktionalität zu spendieren.

Windows Sandbox soll das neue Lightweight Desktop Environement heißen, mit welchem Du Anwendungen isoliert vom restlichen Desktop ausführen und testen kannst. Bisher musste man sich zum Testen entweder eine VM installieren oder auf Drittanbieter-Tools wie Sandboxie zurückgreifen. Basierend den Windows Containers und Microsofts Hypervisor wird nun im Windows 10 Build 18305 eine entsprechende Funktion adaptieren.

Unter der Haube ist auch die Windows Sandbox nichts anderes als eine abgespeckte virtuelle Maschine. Der Vorteil liegt allerdings darin, dass Du kein separates VHD-Image herunterladen muss, sondern eine Kopie Deiner installierten Windows 10 Instanz erstellt wird. Eine ausführliche technische Erläuterung kannst Du im Blogbeitrag von Hari nachlesen. Windows Sandbox kann in den Windows Features aktiviert werden, Voraussetzung ist dass die Virtualization-Funktionalität (übers BIOS) aktiviert wurde.

Windows Sandbox kann über die Windows-Features aktiviert werden

Persönlich finde es super, dass Microsoft diese Funktionalität nun für Windows 10 adaptiert. Das Testen von Software etc. wird damit aus meiner Sicht erheblich vereinfacht und bedingt nicht immer die Installation einer mitunter aufgeblähten zusätzlichen VM. Interessant wäre es auch, ob z. B. Anbieter von AntiVirus- und Security-Lösungen die Funktion adaptieren, um bspw. Dateianhänge in der Sandbox ausführen zu lassen. Es gibt bereits Sandbox-Funktionalitäten u. a. im Windows Defender. Ich könnte mir jedoch gut vorstellen, dass sich die Funktionalitäten mit Windows Sandbox noch weiter ausbauen lassen.

Was hältst Du von Windows Sandbox? Ist das ein Feature, dass Du begrüßt oder auf welches Du schon lange gewartet hast? 

Die Kunst der Anonymität im Internet [Rezension]

Die Kunst der Anonymität von Kevin D. Mitnick

Gliederung und Inhalt

Daten sind das neue Gold. Diese Phrase hast Du sicherlich schon hier und da in diversen Medien lesen können. Regierungen und Unternehmen sammeln sie von uns und oft sind wir es selbst, diese Daten bereitwillig preisgeben. Und je stärker unser Alltag vernetzt wird, seien es Fernseher, Kühlschränke oder Thermostate, desto mehr Daten werden gesammelt und können so einem Profil aggregiert werden. Erneut entführt uns Kevin Mitnick in seinem neuesten Werk Die Kunst der Anonymität im Internet* in die unsicheren Weiten des Internets und führt die scheinbare Kontrolle der eigenen Daten vor Augen.

Das Buch gliedert sich in insgesamt 16 Kapitel, die alle anschaulich mit Geschichten gespickt sind. Teils von Kevin Mitnick selbst erlebt, etwa in seiner aktiven Zeit als Hacker oder als heutiger Sicherheitsberater, oder von Bekannten zugetragen bekommen. Zunächst zeigt der Autor auf, welche Schwachstellen und Sicherheitslücken in den von uns täglich genutzten Hard- und Softwareprodukten oder Webseiten lauern, oder wo Anwender gezielt überwacht werden. Dazu zählen mitunter Themen wie Passwort-Sicherheit, Verschlüsselung von E-Mails, Mobilfunk-Ortung, Lokalisierung via Geodaten in Fotos, WLAN Sniffing und einiges mehr.

Im zweiten Teil seines Werkes gibt Kevin Mitnick dem Leser dann verschiedene praktische Ratschläge, Tipps und Kniffe an die Hand, um die eigene Privatsphäre vor diversen Datenkraken zu schützen. In jedem Kapitel werden praktische Tipps und Tools vorgestellt, etwa zur Wahl eines sicheren Passworts, dem Einsatz von Bitlocker oder VeraCrypt (lobenswert: Mitnick verweist auf aktuelle Tools, nicht mehr etwa auf TrueCrypt) zur Verschlüsselung von Dateien und Partitionen und der Verwendung von VPN-Zugängen. Hierbei geht Mitnick unter anderem mit einem Schwerpunkt ran, wie man sein Notebook und Smartphone vor Zugriffen auf Reisen vor Spionen und Kriminellen absichern kann.

Aufmachung, Extras und Preis

Die Kunst der Anonymität im Internet ist als Softcover-Variante* (24,99 €) und als eBook / Kindle Variante (21,99 €) verfügbar. Weitere Extras wie ein Lesezeichen, zusätzliche Online-Inhalte oder Ähnliches gibt es keine.

Das Buch ist übersichtlich in 16 Kapitel strukturiert und enthält außerdem ein umfangreicheres Quellenverzeichnis mit Verweisen und Zusatzinformationen.

Über den Autor

Kevin Mitnick gehört wohl zu den bekanntesten (ehemaligen) Hackern und gilt als einer derjenigen, die das Thema Social Engineering populär gemacht haben. Seit der Verbüßung seiner Haftstrafe im Jahr 2000 ist er heute IT-Sicherheitsberater, Buchautor und Speaker.

Fazit

Wie schon in seinen früheren Werken, überzeugt Kevin Mitnicks Schreibstil vor allem dadurch, dass er sich nicht zu stark in technische Details verliert. Dadurch dass er die einzelnen Themen in die Erzählung von Geschichten einbettet, nimmt er auch weniger technisch versierte Leser mit, ohne sie abzuschrecken. Gleichzeitig erzeugen die Geschichten immer einen gewissen Spannungsfaktor und haben oft etwas von Cyber-Western-Romantik 😀  Entsprechend ist für den Leser nicht unbedingt ein sehr hohes technisches Verständnis erforderlich, kann aber die Zusammenhänge eher verstehen. Das ist auch gut so, denn viele Tipps richten sich insbesondere an diese Zielgruppe.

Auch wenn IT-Profis viele Tools und Tipps sicherlich bekannt vorkommen werden, so werden sie beim einen oder anderen nochmals präsent in den Vorgrund gerückt. Oder vielleicht findet auch der IT-Profi noch den einen oder anderen Trick, der bisher unbekannt war. Für mich gab es durchaus auch die eine oder interessante Stelle, dennoch gefielen wir die früheren Werke, insbesondere Kunst der Täuschung und Das Phantom im Netz deutlich besser. Nichtsdestotrotz habe ich bisher alle seine Werke gerne gelesen. Dass man bei dem Titel erneut die Phrase „Die Kunst der…“ (bzw. im englischen Original The Art of…) scheint sich inzwischen als Merkmal zur Wiedererkennung manifestiert zu haben, stört mich persönlich aber auch nicht weiter.

Den Preis mit 24,99 Euro für die Softcover-Variante halte ich persönlich dafür aber für etwas zu hoch gegriffen – zumindest wenn man als Vergleichswert frühere Werke heranzieht. Diese bieten aus meiner Sicht inhaltlich deutlich mehr Fundament, sind preislich aber für weniger als die Hälfte erhältlich. Sicherlich ist ein direkter Vergleich hier nicht ganz korrekt, aber auch aufgrund der Content-Dichte und Tiefe halte ich das Buch für etwas zu teurer. Andererseits gelingt es dem Autor sehr gut, die wichtigsten Informationen zum Thema Privatsphäre und IT-Sicherheit in komprimierter Form auch für weniger versierte Leser darzustellen, was die vorige Kritik zumindest teilweise abfedern kann.

Aus diesem Grund wäre meine Empfehlung, schau Dir auf jeden Fall vor einem möglichen Kauf die Leseprobe* an.

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