Citrix XenApp: Wie man den Windows Explorer bei installiertem Internet Explorer 7, 8 oder 9 veröffentlicht

Präambel

Wenn ihr in eurer Citrix XenApp Umgebung den Windows Explorer veröffentlicht habt und Euch dabei unter Umständen (historisch) immer noch an den Knowledge Center Eintrag CTX922603 (2003 veröffentlicht) haltet bzw. gehalten habt, so werdet ihr wahrscheinlich auf einen Fehler stoßen, sobald ihr den Internet Explorer 7 oder 8 installiert habt bzw. ihr einen Windows Server 2008 (RS) – u.U. schon mit dem Internet Explorer 9 – verwendet.

Problem bzw. Fehler beim Starten der Anwendung

Sobald ihr nämlich den Windows Explorer (z.B. über das Webinterface) starten wollt, taucht zusätzlich im Hintergrund ein Fenster vom Internet Explorer, sowie die Fehlermeldung “Das System kann das angegebene Gerät nicht finden” angezeigt.

Fehler beim Starten des veröffentlichten Windows Explorers

Dies liegt daran, dass Citrix damals empfahl, den Windows Explorer über einen Parameter der IEXPLORE.EXE (des Internet Explorers) zu starten, der dann wie folgt aussah:

"%ProgramFiles%\Internet Explorer\IEXPLORE.EXE" -e h:\

Dieser Parameter steht ab der Version 7 nicht mehr zur Verfügung.

Lösung bzw. Workaround

Im Forum von brianmadden.com findet man allerdings den Hinweis, dass der “normale” Aufruf der explorer.exe keine Probleme (mehr) bereiten sollte.

Deswegen lässt sich der Pfad dann wie folgt ändern und führte bei mir ohne Probleme zum Erfolg:

%SystemRoot%\EXPLORER.EXE /n,/e,H:\

Dieser Workaround wird von Citrix auch im CTX112195 beschrieben.

Vielleicht kann mir ein Citrix-Fuchs beantworten, ob ihm dieses Vorgehen im Allgemeinen Bauchschmerzen bereiten oder Sicherheitsbedenken nach sich ziehen würde?

Weiterführende Links

Troubleshooting: Öffnen von Word- und Excel-Dateien im Netzwerk ist langsam

Wenn eure Anwender darüber klagen, dass das Öffnen von Word- oder Excel-Dateien im Netzwerk sehr langsam ist (das Öffnen dauert teilweise über eine Minute), so ist höchstwahrscheinlich das Microsoft Office File Validation Add-in, welches für Office 2003 – 2010 verfügbar ist, daran Schuld.

Hintergrund

Eigentlich soll die Dateiüberprüfung Office-Dateien auf eine mögliche Manipulation hin untersuchen. Entspricht die Dateien nicht den “Erwartungen der Anwendung”, erhält der Anwender eine Mitteilung, dass die Datei unter Umständen manipuliert wurde und kann entscheiden ober er die Datei dennoch öffnen möchte oder nicht.

Allerdings hat die Erweiterung in einigen Umgebung zur Folge, dass das Öffnen irrsinnig lange dauert und keinem Anwender zuzumuten wäre.

Lösung 1

Oder Abhilfe schafft die Deinstallation.

Am besten lehnt ihr dieses Patch direkt im WSUS ab. Sollte es dennoch auf einigen Clients gelandet sein (z.B. eure WSUS-Testgruppe), müsst ihr es manuell über die Systemsteuerung > Software deinstallieren.

Office File Validation Addin deinstallieren

Voilà, danach öffnen sich die Dateien wieder mit gewohnter Geschwindigkeit.

Lösung 2

Das Addin lässt sich alternativ auch über einen Registryeintrag deaktivieren, sodass es beim Öffnen von Dateien nicht geladen wird. Microsoft beschreibt das Vorgehen im KB2570623:

Der Registrywert lässt sich in größeren Umgebungen z.B. auch über die Gruppenrichtlinien oder während eines Anmeldeskripts setzen. Wie folgt die Einstellung an einer einzelnen Workstation:

  1. Öffnen der REGEDIT
  2. Der Schlüssel HKEY_CURRENT_USER\ Software\ Policies\ Microsoft\
    Office\ 11.0\ Excel\ Security\ FileValidation
    öffnen
  3. Einen neuen DWORD-Wert mit dem Namen EnableOnLoad anlegen
    und den Wert 0 zuweisen.

MDT 2010: WSUS-Server integrieren

Vorgestern hatte ich Euch berichtet, dass ich mich derzeit mit dem Microsoft Deployment Toolkit 2010 beschäftigte.

Wie folgt ist es dabei möglich, nach der Betriebssysteminstallation (z.B. Lite Touch Deployment) Eurer neuinstalliertes System mit aktuellen Windows- und Office-Patches von Eurem WSUS-Server zu aktualisieren.

Öffnet dazu die Eigenschaften Eures DeploymentShares und öffnet den Reiter “Rules”, wo ihr nun im ersten Abschnitt WSUSServer=http://[WSUSServer]:[Port] ergänzt, wobei [WSUSServer] für den FQDN Eures Servers steht, ggf. müsst ihr noch den Port ergänzen.

WSUS und MDT 2010 - Rules anpassen

Anschließend müsst ihr noch Eure Tasksequenz entsprechend anpassen, bzw. das Installieren der Windows-Updates aktivieren.

Ich habe mich dafür entschiedenen, bei beide WindowsUpdate-Sequenzen (“Pre-Application Installation” und “Post-Application Installation” zu aktivieren), da ich somit sicherstellen kann, dass alle regulär notwendigen und möglichen Patches vor der Installation von Applikationen eingespielt werden, andererseits aber auch sicherstellen kann, dass Microsoft Office und Internet Explorer nach erfolgter Installation der Applikationen aktuell sind.

WSUS und MDT 2010 - Tasksequenz anpassen

Nachdem ihr die vorgenommenen Änderungen gespeichert habt, aktualisiert ihr abschließend noch Euren DeploymentShare, damit die Angabe des WSUS-Servers entsprechend in das Boot-Image implementiert wird.

Opera: Google-Suchvorschläge in Adressleiste

Seit der Version 10.60 unterstützt Opera die automatische Suchvorschläge (“Suggestions”; Google Suggest) für Bing und Wikipedia bei Eingabe eines Begriffs in der Adressleiste.

Um diese Funktion auch für die Google-Suche zu aktivieren, geht ihr wie folgt vor:

  1. Öffnet die search.ini in Eurem Profilverzeichnis
  2. An der Stelle, wo Eure Google-Suche eingetragen ist, fügt ihr nun folgenden Zeilen ein: Suggest Protocol=JSON
    Suggest URL=http://suggestqueries.google.com/complete/search?json&q={SearchTerm}
  3. Startet den Opera-Browser neu.
  4. Wenn Ihr nun einen Suchbegriff eingebt, werden automatisch drei Vervollständigungs-vorschläge angegeben:
    Google Suggestions