Softwareverteilung: CalcPlus

Microsoft bietet seit geraumer Zeit einen verbesserten Taschenrechner an: CalcPlus. Dieser bietet neben dem “Grundrechenarten” auch die Möglichkeit diverse Formate umzurechnen.

Letztens habe ich ein Paket zur Verteilung von CalcPlus gebaut. Auf die MSI-Parameter gehe ich nicht weiter ein (entsprechen den Standardparametern).

Interessanter war für mich folgende Punkte zu lösen

  1. Die Calc.exe im Systemroot durch die CalcPlus zu ersetzen, um den erweiterten Rechner auch beim Aufruf von “calc” (bspw. im Ausführen-Menü) zu starten
  2. Die bunte Oberfläche vorweg abzuschalten

Um 1.) umzusetzen, reicht es nicht aus, nur die Calc.exe unter \Windows\System32 zu ersetzen. Dank der System File Protection erhält man nämlich erstmal die Ursprungs-Datei wieder zurück ;) Also die Calc.exe im DLLCache (\Windows\system32\dllcache) ebenfalls ersetzen.

Danach kopiere ich die CalcPlus.exe ein weiteres Mal per MOVE-Befehl aus ihrem Programm-Verzeichnis unter “\Programme\Microsoft Rechner Plus” (Standardpfad) in den Systemroot.

Der alte Taschenrechner ist nun ersetzt, folgt 2.), nämlich die hässliche Oberfläche loswerden, zu Windows Native :)

GUI umstellen

Dazu ändert man in der Registry unter »HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\CalcPlus« den DWORD-Wert »UsePlain« auf 1.

Des Weiteren habe ich die beiden Werte »Layout« und »UseSep« (beide DWORD) ebenfalls geändert: Layout habe ich auf 2 gesetzt, um beim Starten der Anwendung direkt das Umrechnungsfenster zu sehen und UseSep auf 1, um Tausender-Trennzeichen zu verwenden.

Softwareverteilung: Rechte-Hinweis in Firefox ab v3.0.5 deaktivieren

Neulich hatte ich ja bereits schonmal gebloggt, dass ich mich in der Firma derzeit stark mit dem Thema Softwareverteilung beschäftige.

Grundsätzlich handhabt man es bei der Softwareverteilung so, den Setup in den meisten Fällen in einem Silent-Modus auszuführen, sodass der Anwender keine EULA akzeptieren oder sonstige Einstellungen vornehmen muss.

Firefox zeigt seit der v3.0.5 beim ersten Aufruf des Browsers den Hinweis “Lernen Sie Ihre Rechte kennen”, der die Bedingungen, unter den der Firefox veröffentlicht ist (Mozilla Public License).

Firefox: Lernen Sie Ihre Rechte kennen

Nach dem ersten Start wird ein boolscher Wert auf “true” gesetzt, sodass der Hinweis beim nächsten Start des Browsers nicht mehr erscheint.

Möchte man bei der zentralen Verteilung aber nicht, dass der Anwender diesen Hinweise zu sehen bekommt, kann man die Einstellung auch schon zuvor auf “true” setzen.

Je nachdem, welche Möglichkeiten man mit seinem Paketierungstool hat, kann man folgende Schritte durchführen:

  1. Die Datei firefox-l10n.js unter %ProgramFiles%\Firefox-Verzeichnis\defaults\pref\ öffnen.
  2. Folgenden String einfügen:
    pref("browser.rights.3.shown", "true");

Software-Paketierung und -verteilung

Derzeit arbeite ich mich in der Firma in ein interessantes und spannendes Projekt ein: Software-Paketierung und die anschließende Verteilung auf Workstations/Terminalserver.

Sprich, ich paketiere verschiedene Setups von diversen Applikationen wie Adobe Reader oder Microsoft Visio 2007 in einer Packaging-Umgebung. Die Setups werden dann in einem Silent-Modus ausgeführt und die Applikation auf den Workstations verteilt. Alsbald steht dann die entsprechende Paketierung für Terminalserver-Umgebungen auf dem Programm, derzeit arbeite ich in einer Testumgebung, auf der ich verschiedene Parameter und Einstellungen ausprobieren und testen kann. Nachdem die Pakete mit meinem Kollegen besprochen und abgeklärt sind, können sie in die Produktivumgebung übernommen werden.

Visio 2007 ist das bis dato umfangreichste Paket gewesen: Vor der eigentlichen Installation muss nämlich zunächst die .NET-Framework Version überprüft und ggf. installiert werden. Die aktuelle v3.5 lässt sich wiederum  aber nur installieren, wenn der MSI-Installer (mind.) in der Version 3.1 installiert wurde, erst danach kann der eigentliche Setup starten.

Benutzerdefinierte Parameter wie Installationsordner oder sonstige Einstellungen werden ab Office 2007 über das Office Customization Tool konfiguriert, in welchem eine MSP-Datei erstellt wird. Diese Datei kann dann mittels dem Parameter /adminfile übergeben und ausgeführt werden.

Vorteil dieser Technik: Weder Anwender noch IT-Mitarbeiter müssen sich durch wiederkehrende Setup-Dialoge mit diversen Einstellungen klicken. Zudem gibt es einen homogenen Standard, welche Einstellungen als allgemeingültig gelten sollen.