O&O RegEditor

Nachdem ich gestern über das Tool RegEditX geschrieben hatte, wies Mike in den Kommentaren auf seinen favorisierten Registry-Editor hin. Dieser stammt aus der Utilities-Schmiede O&O und hört auf den Namen “RegEditor“.

Genau wie beim gestern vorgestellten Tool, kommt der “RegEditor” u.a. mit einer Adressleiste daher, in der sich Registry-Pfade kopieren lassen.

Auch lassen sich in dem als 32- und 64-Bit vorhandenen Tool Favoriten für das spätere, schnellere Wiederfinden hinterlegen.

Beim erstmaligen Start erhaltet ihr einen Hinweis auf das kostenpflichtige Tool BlueCon, wovon der RegEditor in Bestandteil ist. Der RegEditor selbst ist allerdings Freeware und lässt sich ohne Installation ausführen.

RegEditX – Erweiterter Registrierungseditor mit Adressleiste

Wer von Euch öfters mal in der Registry stöbert oder verschiedene Registry-Werte ändert, deren Pfadangaben im Web zu finden sind, für den dürfte das Tool RegEditX interessant sein.

Dies gibt es zwar schon seit einigen Jahren, aber  nach jahrerlanger Abstinenz stellt der Entwickler nun wieder eine neue Version bereit, die auch mit Windows Vista und Windows 7 (speziell mit dem UAC-Feature) klarkommt und zudem auch als 64-Bit Variante verfügbar ist.

RegEditX

Hauptvorteil von RegEditX ist eine Adressleiste, in der sich Registry-Pfade direkt einfügen und die Hives damit entsprechend schneller öffnen lassen. Auch lassen sich Favoriten von Registry-Hives hinterlegen.

Derzeit liegt die aktuelle Version 2.1 nur als Alpha-Release vor, läuft bei ersten Tests meines Erachtens aber sehr stabil.

Windows optimieren mit Twin 7

Produktabbildung_447399_Final_25.9. Vorige Woche hatte ich die Software Twin 7 von Data Becker zum Testen zugeschickt bekommen. Twin 7 verspricht eine “Tuning-Suite der nächsten Generation für maximale Windows 7-Performance”.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich die Software ziemlich gut finde. Nicht, weil es sich hierbei um ein Wunderwerkzeug handelt, dass wie viele andere Tuning-Suiten auch die absolute Performance-Rakete verspricht, sondern weil man im Prinzip viele Funktionen, seien es Windows-Standardwerkzeuge und solche, die man sonst über Zusatztools wie CCleaner o.ä. nutzen kann, unter eine Oberfläche vereint bekommt.

Twin 7 von Data Becker

Mal ehrlich, in Zeiten von QuadCore-Prozessoren, 64-Bit Betriebssystemen (naja, noch nicht flächendeckend), Arbeitsspeicher jenseits von 1 GB – wer bekommt da noch mit, ob ein kleiner Eintrag in der Registry wirklich einen Leistungsschub bringt oder nicht.

Manche der Optimierungsvorschläge sind sicherlich in Ordnung, in meinen Augen ist ihre positive Wirkung bei Einigen aber durchaus zweifelhaft oder nicht unbedingt spürbar erkennbar.

So empfahl mir Twin7 zum Beispiel nach erfolgter Systemanalyse zum Booten beide Kerne meines Core2Duos zu nutzen, um den Bootvorgang zu beschleunigen. Warum? Selbst wenn das beim Booten 1 Sekunden bringen würde, im Endeffekt Nutzen habe ich keinen davon. Allerdings handelt es sich hierbei doch eher wohl um einen Placebo-Effekt.

Allgegenwärtig ist noch immer die Diskussion um Spionage-Funktionen seitens Microsoft, sei es bei Fehlerberichten, automatischen Updates o.ä., sodass natürlich auch diese “Häkchen” ihren Platz in diversen und auch dieser Tuning-Suite finden.

Sicherlich gibt man Denjenigen Recht, dass nicht ungewollt irgendwelche Daten an Microsoft geschickt werden sollen. Andererseits steht aber bspw. das Thema der automatischen Updates VS. Malware, Exploits u.a. gegenüber.

Funktionen wie der “Registry Cleaner” sind in meinen Augen durchaus sinnvoll, wenngleich es auch hierzu ziemlich viele kontroverse Diskussionen gegeben hat und auch noch gibt. Ich möchte nicht bestreiten, dass Registry Cleaner sicherlich keinen Leistungsschub von 100%, nein wahrscheinlich noch nicht einmal 1% geben. Allerdings habe ich in der Vergangenheit an verschiedenen Systemen des Öfteren festgestellt, das falsche, verwaiste und/oder veraltete Registry-Einträge durchaus zu komischen Systemverhalten führen können (Hänger u.ä.). En “Cleaning” bspw. mit dem CCleaner brachte hier durchaus Erfolg. Ähnlich sehe ich es auch bei der Registry-Cleaning-Funktion im Twin7, ob die “Registry-Defragmentierung” etwas bringt wage ich zu bezweifeln.

Registry-Cleaner: Placebo oder Hilfreich?

Ganz sicher eine weitere Placebo-Funktion ist allerdings die sogenannte RAM-Optimierung, die meines Wissens bereits seit den 90ern des letzten Jahrhunderts durch zig Foren geistert und in diversen Tools seinen Platz findet.

Wiederum positiv und erwähnenswert finde ich die Funktion, relativ einfach UAC-Ausnahmen festlegen zu können, um z.B. Tools wie den erwähnten CCleaner nicht immer mit UAC-Meldung bestätigen zu müssen. Dazu wird auf dem Desktop eine Verknüpfung abgelegt, die die Anwendung über die Windows 7 eigene Aufgabenplanung startet; Caschy hatte diese Funktion schonmal detaillierter beschrieben.

UAC-Ausnahmen definieren

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dennoch sollte erwähnt sein, dass Twin7 von jeder Änderung ein Backup erzeugt, sodass ihr bei Bedarf auch wieder zu den “Werkseinstellungen” zurückgehren könnt. Auch lassen sich eigene “Registry-Tweaks” hinterlegen.

Der sogenannte “Booster”-Modus, der sich per Update nachrüsten lässt (kostenlose Registrierung notwendig), verspricht durch Abschalten nicht benötigter Dienste einen Leistungsschub. So lassen sich für verschiedene Modi (Video, Spiele etc.) auch diverse Profile anlegen.

Booster-Funktion in Twin 7

Auch hierbei gab es schon einige Diskussionen, ob es etwas bringt, Dienste abzuschalten. Allerdings sollen neben den Dienste auch laufende Prozesse abgeschaltet werden, die nicht benötigt werden. Über diese Funktion kann ich noch nicht viel sagen, ich muss sie mal noch ausgiebiger testen.

Fazit

Zusammenfassend kann ich Twin 7 all denjenigen von Euch empfehlen, die gerne sämtliche Funktionen – welche ihr sonst in diversen Windows7-eigenen-Tools oder 3rd-Party Tools an verschiedensten Stellen findet und nutzt – auf ein Tool übersichtlich zusammengefasst nutzen möchten.

Viele Funktionen sind durchaus nützlich, manche vielleicht (ggf. subjektiv empfunden) nur Placebos, die Eurem System zwar nicht wirklich schaden, aber auch keinen spürbaren Nutzen bringen.

Ihr müsst halt abwägen – da Twin 7 nicht kostenlos ist – ob Euch dieser Komfort knapp 38 Euro Wert ist.

Zwei weitere Meinungen zu Twin 7 findet ihr bei Björn und Tim.

Thumbnail Vorschau der Windows 7 Taskleiste beschleunigen

Die Taskleiste von Windows 7, die sogenannte “Superbar” bietet eine tolle Thumbnail-Vorschau.  Schon seit Windows 95 gab es immer eine Registry-Key, den ich immer gesetzt habe MenuShowDelay auf 0 (funktioniert unter Windows 7 übrigens immer noch ;) )

Ähnlich wie dieser Eintrag könnt ihr auch die Verzögerungszeit der Thumbnail-Anzeigen “tunen”.

  1. Ruft dafür über Start > regedit die Registrierdatenbank auf
  2. Danach öffnet ihr
    HKEY_CURRENT_USER\ Software\ Microsoft\ Windows\ CurrentVersion\ Explorer\ Advanced
  3. Hier erstellt ihr einen neuen DWORD-Wert mit der Bezeichnung
    ThumbnailLivePreviewHoverTime

    DWORD: ThumbnailLivePreviewHoverTime
  4. Anschließend klickt ihr doppelt auf den Eintrag und gebt einen Wert in Millisekunden ein z.B. 1000 für 1 Sekunde Verzögerungszeit. Ich habe den Wert bei mir auf 1 gesetzt, um die Thumbnails “sofort” angezeigt zu bekommen.

Update 28.10.2009

Via Björn bin ich noch auf den DWORD-Wert ExtendedUIHoverTime gestoßen,  ebenfalls im selben Pfad (Hive) zu erstellen, den ihr ebenfalls heruntersetzen könnt. Wie auch bei dem vorigen Wert müsst ihr darauf achten, dass ihr einen Dezimalwert eintragt.