Finale Version von Opera 10

Opera 10

Wie bereits angekündigt, ist heute die finale Version von Opera 10 erschienen. Wie ich in einigen vorigen Beiträgen schon erwähnt hatte, gibt es einige tolle neue Features.

Seit dem RC2 gab es nur noch einige kleine Verbesserungen. Unite ist in der finalen Version nicht implementiert, dies soll in der Version 10.10 nachgereicht werden.

Eine Übersicht der neuen Funktionen zeigt das folgende Video:

Oberfläche

Die Oberfläche wurde von den Entwicklern weiter optimiert, speziell, um die Handhabung weiter zu vereinfachen.

Ich selbst stelle dennoch die Oberfläche am liebsten auf “Windows Native” (Extras > Erscheinungsbild) um, denn die alte Windows 2000 Oberfläche gefällt mir immer noch am besten. Wobei man selbst diese auch überarbeitet hat, sodass selbst die “Native”-Ansicht nicht nach Mottenkiste, sondern frisch wirkt.

Opera Turbo

„Opera Turbo“ ermöglicht es Usern mit langsamen Internetverbindungen, Webseiten schneller zu laden. Dabei werden die zu ladenden Webseiteninhalte auf den Opera Servern vorgeladen und je nach verfügbarer Bandbreite beim User komprimiert. Somit schrumpft das zu übertragenden Volumen, was vor allem Anwendern ohne Flatrates zu Gute kommen dürfte, besonders auch in den mobilen Version von Opera.

Flash-Inhalte wie YouTube-Videos funktionieren derzeit aber leider noch nicht.

Tab-Thumbnails

Eine weitere Neuigkeit sind die sogenannten Tab-Thumbnails, die in der Tableiste nicht nur den Titel der geöffneten Seiten, sondern auch ein Thumbnail anzeigt. Ja, es ist im Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und User mit Widescreens könnten auch die Option in Betracht ziehen, die Tableiste bspw. am rechten Bildschirmrand anzuordnen (Extras > Erscheinungsbild > Symbolleisten > Tableiste markieren und bei Platzierung “rechts” auswählen).

Speed Dial Verbesserungen

In Opera 10 lässt sich nun ohne großen Aufwand Hintergrund und die Anzahl der Speed-Dial Fenster ändern. Dazu einfach auf dem Speed-Dial über das Kontextmenü „Schnellwahl konfigurieren“ wählen und die gewünschten Einstellungen vornehmen.

Einige offizielle Hintergründe gibt es auch, wenn man mal gerade kein passendes Bild zur Hand hat.

Rechtschreibprüfung

Von nun an, erhält man in jedem Eingabe- bzw. Textfeld, egal ob innerhalb von Opera Mail, in einem Kontaktformular oder bei Twitter ist, Korrekturvorschläge in Sachen Rechtschreibprüfung.

Bis zum Release Candidate stand nur das englische Wörterbuch zur Verfügung, es war jedoch dennoch möglich z.B. ein deutsches Wörterbuch hinzuzufügen. Wie versprochen, gibt es jetzt in der finalen Version aber auch die Möglichkeit, diverse Wörterbücher hinzufügen.

Rich Text Formats in Opera Mail

Als Opera Mail User kannte man es nicht anderes, die meisten wollten es auch genauso: Es gab nur Plain Text, keine Formatierungen, kein unnötiger Schnick-Schnack. Mit der Version 10 werden jetzt künftig aber Rich Text Formate unterstützt.

Und was ist jetzt mit Unite?

Die Unite-Funktion ist in der offiziellen Beta-Version nicht enthalten, auch die aktuelle Opera@USB-Version enthält derzeit kein Unite, es kann jedoch das älteres Build 1585 vom 16. Juni 2009 getestet werden. Das Opera Desktop Team selbst stellt eine separate Beta-Version zur Verfügung, in der Unite integriert ist.

Opera 10 in Action

Auch Opera hat zur Promotion-Zwecken einen Action-Trailer gedreht, ähnlich wie bereits Microsoft für Office 2010:

Opera Unite – Das Web neu erfinden

Opera Unite

Opera hatte vor einigen Tagen angekündigt, das Web neu zu erfinden. Heute ist die Katze aus dem Sack gelassen worden. Gut, ob das Web mit Opera Unite neu erfunden ist, sei dahingestellt, eine interessante Neuerung ist es auf jeden Fall.

Mit Opera Unite will man sich vom klassischen Client-Server-Modell trennen, denn mit der neuen Funktion ist jeder Rechner Client und Server zugleich. Anwender können über eine Plattform Inhalte wie Musik, Fotos oder Webseiten miteinander tauschen. Benötigt wird lediglich ein Opera-Account und die neuste Snapshot-Version von Opera 10.

Opera Unite

Hört sich (für manchen) unsicher an, selbst als “Server” zu fungieren, man legt allerdings Wert darauf, welche privaten Daten der Anwender mit anderen teilen möchte. Opera stellt Proxyserver bereit, wodurch es möglich ist, von Außen auf die Clients zuzugreifen.

Eins noch vorweg: Wie Karsten auch schon erwähnt, sollte darauf geachtet werden, welche Daten oder Dateien man anderen zur Verfügung stellt und nicht wahllos irgendetwas freigibt. Vor allem sollte darauf geachtet werden, dass man auch die entsprechenden Rechte an den Dateien hat, um diese weiterzugeben.

Zur Verfügung stehen momentan folgende Dienste:

  • File-Sharing zum Austauschen von Dokumenten u.ä.
  • Webserver zum Betreiben einer eigenen Webseite
  • Media Player zum Bereitstellen von Multimedia-Inhalten.
  • Photo Sharing zum Tauschen von Fotos
  • The Lounge, ein eigener Chatraum, in dem man sich mit Freunden unterhalten kann
  • The Fridge um Notizen am Kühlschrank zu hinterlassen ;)

Weitere Dienste sollen folgen, des Weiteren wird es die Möglichkeit geben, eigne Dienste zu programmieren und bereitzustellen. Infos dazu auch bei Dev.Opera.

Und so gehts, um einen eigenen Account einzurichten: