Devolo dLAN 500 AVPLus im Test

Die Firma Devolo hat mir freundlicherweise ein Starterkit des “dLAN 500 AVPlus” zur Verfügung gestellt, mit dem ihr ein DLAN bzw. PowerLAN, also ein “Netzwerk über die Steckdose” in Euren vier Wänden “aufbauen” könnt.

Devolo dLAN 500 AVPlus

Gedacht ist das so genannte “dLAN”, um Räume in Eurem Haus oder Wohnung mit Netzwerk zu versorgen, in denen in keine Netzwerkverkabelung habt und auch der W-LAN Empfang unter Umständen schlecht oder nicht vorhanden ist. dLAN nutzt dabei ganz einfach Eurer Stromverkabelung.

Insgesamt muss ich sagen, wirklich sehr einfach zu installieren und einzurichten. Ihr steckt im Prinzip den einen der beiden Adapter in der Nähe Eures Routers (bzw. Switch) in die Steckdose und verbindet der RJ45-Port mit diesem. Selbiges macht in der dann in der Nähe Eures Rechner, der über das dLAN angebunden werden soll. Anschließend installiert ihr noch das Devolo dLAN Cockpit, fertig. Auf jeden Fall solltet ihr noch die Verschlüsselung aktivieren und das Standard-Kennwort ändern.

Negativ hier ist meines Erachtens, dass anscheinend alle Geräte mit dem gleichen Kennwort ausgeliefert werden. Also nicht z.B. eines “Seriennummer-Schlüssels, wie es AVM bei den Fritz!Boxen macht.

Je nachdem, wie die Stromverkabelung z.B. im Haus Eurer Mietswohnung o.ä. ist, könnten sonst die Nachbarn mitsurfen ;-)

Lieferumfang

  • 2x Devolo-Adapter
  • 2x Netzwerkkabel (ca. 2m)
  • Betriebsanleitung mit CD/Software

Lieferumfang der Devolo dLAN 500 AVPlus

Testumgebung

Ich habe in meinem Test unterschiedliche Szenarien durchgespielt, bin aber nie über eine Netto-Transferrate um die 100-120 MBit/s gekommen – und es handelt sich nicht um uralte Stromverkabelung bzw. zu kleinen Querschnitten der Kabel. Wobei dies die Werte waren, die mir das Devolo-Cockpit angezeigt hat. Die Übertragung einer 192 MB großen Datei dauert genau 20,9 Sekunden, würde also eine Transferrate von 73 MBit/s ausmachen.

Für den Normalgebrauch sollte dies aber auch reichen, wobei man mit dem Wert natürlich (brutto) von den 500 MBit/s weit entfernt liegt. Die Verbindung an sich ist konstant stabil, auch nach hunderten von Pings gab es keinen Paketverlust, bei meiner vorigen WLAN-Verbindung gingen da doch des Öfteren Pakete verloren.

Während des gesamten Testzeitraums (rund zwei Monate) hat nicht nur wenige Male “keine” Verbindung mehr. Dann musste ich über die Netzwerkumgebung einmal den Netzwerkadapter de- und wieder aktivieren. Eine Ursache dafür konnte ich allerdings nicht ausmachen.

Hinzuzufügen sei noch, dass Devolo angibt, dass die Adapter z.B. für die Verbindung von Fernseher, PlayStation u.ä. verwendbar sind, dieses Testszenario konnte ich allerdings nicht durchspielen, weswegen ich hier keine Aussage über die Funktionalität geben kann.

Sonstiges

Die Adapter besitzen einen Stromsparmodus, der den Strombedarf auf unter 0,5 Watt senken soll, wenn kein “Abnehmer” am Adapter aktiv ist. Dies klappt beim Rechner auch sehr gut, sobald man diesen abschaltet, an der Fritz!Box aber nicht. Die geht zwar in Nachschaltung und deaktiviert das WLAN, die LAN-Ports bleiben aber aktiv und der Devolo-Adapter leider auch.

Weiterhin werden die Adapter nach einiger Zeit etwas warm, ist aber noch im annehmbaren Bereich und aus meiner Sicht noch normal.

Fazit

Mein persönliches Fazit ist durchaus positiv. Auch wenn ich die versprochenen (Brutto-) Werte von 500 MBit/s bei Weitem nicht erreichen konnte, bringen die Adapter in meinem Fall eine konstantere und bessere Verbindung und Geschwindigkeit, als ich es bis dato über W-LAN abdecken konnte.

Windows Deployment Services: Probleme mit Netzwerktreibern beheben

Ein Bericht aus der Praxis: Vor einiger Zeit hatte ich ein XP-Image vorbereitet, dass ich per Windows Deployment Services (WDS) von Microsoft auf den entsprechenden Endgeräten (in diesem Fall HP Compaq 8000) verteilen wollte.

Problem war dabei allerdings, dass ich beim Starten der Windows PE Umgebung (auf Vista-Basis) zum Verteilen des Images immer eine Fehlermeldung erhielt.

WdsClient: An error occurred while starting networking

Die Lösung des Problems klingt eigentlich zunächst relativ einfach, Treiber besorgen, in das PE-System integrieren, fertig.

Allerdings kommt man mit den Standard Intel- oder Broadcom-Treibern hier nicht weiter, da sie nicht für eine RIS- oder WDS-Integration geeignet sind. RIS-Treiber bekommt man zwar noch, allerdings nur bis XP und für das Vista-PE funktionieren diese nicht.

Das Problem kann aber wie folgt gelöst werden:

  1. Nehmt die Original Restore DVD (z.B: HP Restore Plus) und kopiert die Datei \Sources\Boot.wim in ein temporäres Verzeichnis
  2. Starte das Windows PE CMDlet, dass im WAIK enthalten ist
  3. Mountet die Datei mit dem Befehl
    ImagX /mountrw C:\temp\boot.wim 1 C:\temp\mount
  4. Kopiert aus dem gemounteten Verzeichnis die notwendigen Treiberdateien
    C:\temp\mount\Windows\System32\DriverStore\FileRepository
  5. Unmountet die Boot.wim mit dem Befehl
    ImageX /unmount c:\temp\mount 
  6. Jetzt mountet ihr die Boot.wim von Eurem WDS-Server (siehe 2.)
  7. Integriert nun die kopierten Treiber in das Image mit folgendem Befehl
    PEIMG /inf:"c:\temp\drv\*.inf" "C:\temp\mount\Windows" 
  8. Unmountet das Image nach erfolgreicher Integration mit dem commit Parameter, um es zu bestätigen.
    ImageX /unmount /commit c:\temp\mount 
  9. Nun müsst ihr die modifizierte Boot.wim auf Eurem WDS-Server integrieren, indem ihr das vorhandene VistaPE-Abbild ersetzt.

OCS Inventory inventarisiert Netzwerk-Clients und -Server

Wer in mittleren bis großen IT-Umgebungen tätig ist, dem wird schnell klar, dass eine vernünftiges Inventarisierungstool den Admins eine große Hilfe sein kann in Sachen Hardware- und Softwareüberblick.

Wer hierbei nach einer kostenfreien Alternative sucht, sollte mal einen Blick in Richtung OCS Inventory werfen.

Gut, es mag sicherlich noch einige andere gute, aber vergleichsweise teurere Inventarisierungsanwendungen geben, OCS bietet aber einen wirklich guten Rundumschlag – und ist Open Source.

OCSInventory[4]

So lassen sich im Webinterface sämtliche Rechner im eigenen Netz inventarisieren, damit verbunden die verbaute Hardware und installierte Software.

Die Installation geht eigentlich relativ einfach von Statten, für das Deployment des “Agenten” an die Clients, der später die entsprechenden Reports an den Server schickt, gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich habe mich hierbei für die Verteilung mittels Deployment-Tool entschieden. Weitere Möglichkeiten sind per PSEXEC oder Gruppenrichtlinie. Letzteres von Vorteil, um nicht mühselig das Deployment-Tool jedes Mal anzuwerfen, in der Hoffnung, die nicht erfassten Rechner (da ausgeschaltet), nun einzufangen.

Setzt ihr bei Euch im Unternehmen eine Inventarisierungssoftware ein? Wenn ja welche? Würde mich durchaus interessieren, bin dennoch auf der Suche nach einer (vielleicht sogar besseren) Alternative.

Kleines und gutes Wake-On-LAN Tool

Die Tage war ich bei der Arbeit auf der Suche nach einem schlanken Wake-On-LAN Tool, welches ich Remote per PSTools über die Kommandozeile aufrufen kann, ob den “Aufweck”-Befehl auch übers WAN starten zu können.

Ich bin dann auf WOL.EXE gestoßen, einem wirklichen simpel zu handhabenden Tool gestoßen. Keine besonderen Funktionen, einfach nur wol MAC-Adresse eingeben, fertig.

Kann ich Euch nur empfehlen und mit 73 KB nimmt es praktisch überhaupt keinen Platz weg ;)