MDT 2010: BDEDrive löschen

Wenn man mittels MDT 2010 Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 verteilt, wird automatisch eine “BDEDrive”-Partition erstellt, die für Bitlocker reserviert sein soll – auch wenn dieses gar nicht genutzt wird.

Allerdings lässt sich dieses Partition nicht ohne Weiteres löschen, da sie die Bootdateien hält und als “Aktiv” markiert ist.

Löschen der BDEDrive-Partition

Um die Partition zu löschen geht ihr wie folgt vor:

Gebt ihr der Eingabekonsole (Wichtig: Muss als Administrator ausgeführt werden) den Befehl

bcdboot c:\windows /s c:

ein.

MDT 2010 - BDEDrive löschen: Befehl in der Eingabekonsole

Anschließend könnt ihr in der Datenträgerverwaltung Eure C:\-Partition als “Aktiv” markieren.

MDT 2010 - BDEDrive löschen: C-Partition als aktiv markieren

Nachdem ihr Euer System neugestartet habt, könnt ihr die BDEDrive-Partition in der Datenträgerverwaltung löschen.

MDT 2010 - BDEDrive löschen: BDEDrive-Partition löschen

Keine BDEDrive-Partition bei Deployments erstellen

Damit künftig diese Partition gar nicht mehr erst erstellt wird, fügt in Eurer customsettings.ini vom MDT 2010 den Parameter

DoNotCreateExtraPartition=YES

ein.

MDT 2010: Rollen und Features bei Server-Deployment installieren

Während einer Server Tasksequenz könnt ihr mittels MDT 2010 direkt Rollen und Features des Windows Server 2008 (R2) mitinstallieren lassen.

Ich habe mir für diesen Fall z.B. eine Fileserver-Tasksequenz erstellt, die automatisch die Dateidienste mitinstalliert.

Ähnliches könnt ihr z.B. auch für DHCP- oder DNS-Server durchführen, wobei hier hier sogar schon DHCP-Scopes konfigurieren könnt.

Um die Rollen- und Features-Sequenz zu integrieren, fügt ihr in Eurer Tasksequenz die über “Add” > “Roles” > “Install Roles and Features” hinzu.

MDT 2010: Rollen und Features während des Deployments installieren

Im Auswahlmenü könnt ihr anschließend die gewünschten Optionen auswählen.

MDT 2010: Rollen und Features während des Deployments installieren

MDT 2010 Ordering

Der Blog Xtreme Deployment stellt in unregelmäßigen Abständen gute Tipps und Tools zur Verfügung. Eins der praktischen Tools ist dabei „MDT 2010 Ordering“.

Was macht das Tool?

Da MDT 2010 beim Erstellen von Applikationen die entsprechenden GUIDs nur in eine XML-Datei „von oben nach unten“ – und dabei leider unsortiert – schreibt, werden die Anwendungen beim Laden der Dateien auch wieder unsortiert dargestellt. Dies ist sehr unschön, denn nicht immer oder besser nie hat man alle Anwendungen alphabetisch erstellt, den die Umgebung wächst Stück für Stück.

MDT 2010 Ordering hilft dabei, die Reihenfolge neu zu bestimmen, indem die XML-Dateien entsprechend umgeschrieben werden.

Dazu startet ihr die EXE-Datei und wählt zunächst Euren DeploymentShare aus (dieser sollte automatisch erkannt werden). Danach bekommt ihr Euren Applikationsbaum angezeigt, in welchem ihr nun die einzelnen Ordner und Anwendungen nach oben oder unten verschieben könnt.

MDT 2010 Ordering

MDT 2010: Probleme SQL-Datenbank und versteckten Applikationen

Nachdem ich nun das MDT 2010 weitestgehend so konfiguriert habe, wie ich es mir vorgestellt hatte, möchte ich natürlich auch die Möglichkeit einer anzubindenden SQL-Datenbank nutzen, mit Hilfe derer man z.B. hersteller-/modellbezogen Applikationen und Rollen zuweisen kann.

Problemstellung

Problem während der Konfiguration und den nachfolgenden Tests war allerdings, dass Anwendungen, die unter „Applikationen“ als „versteckt“ markiert waren, während des Deployments nicht installiert wurden.

Nach verschiedenen Ansätzen zum Troubleshooting kam letztendlich dabei raus, dass eben der Parameter „versteckt“ (»Enable this Folder«) die Ursache dafür war.

MDT 2010 - Versteckte Ordner und Applikationen

Warum ich die Ordner versteckt habe? Geplant war, nur einen optionalen Satz an Anwendungen während des Wizards dem Support-Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Die übrigen Standard- und modellbezogenen Anwendungen sollten nicht sichtbar und voll automatisch installiert werden.

Leider scheint dies ein Bug im MDT 2010 (Update 1) zu sein, einige andere Administratoren berichten vom selben Problem im Web.

Lösung bzw. Workaround

Einziges Workaround ist dafür, entweder alle Anwendungen anzuzeigen oder so genannte „Software Bundles“ zu erstellen und die Anwendungen über „Dependencies“ einzubinden.

So kann ich bei meiner Struktur alle Unterordner, die die tatsächlichen Anwendungen enthalten, verstecken und nur das Software-Bundle sichtbar machen. Auch nicht schön, aber immer noch besser als eine lange Liste von Software + modelbezogene Anwendungen wie WLAN-Assistenten etc. anzeigen zu müssen.

Für jedes Modell lege ich deshalb einen Unterordner an und erstelle ein entsprechendes Software-Bundle, dass ich bei den Modellen in der Datenbank unter “Applikationen” einbinde.

MDT 2010 - Anlegen eines modellbezogenen Software-Bundles