Und übrigens noch was… [Rezension]

Veröffentlicht am 25. Dezember 2011 in Bücher | Keine Kommentare

Nachdem die “Per Anhalter durch die Galaxis”-Reihe 2001 mit dem viel zu frühen Tod seines Schöpfers Douglas Adams ein endgültiges Ende zu nehmen schien, beauftragte Adams Frau Eoin Colfer neun Jahre später einen “Nachfolger” des letzten Bandes “Einmal Rupert und zurück” zu verfassen.

Also “Keine Panik!”, somit geht die Reise von Arthur Dent, Ford Prefect, Trillian und Zaphod Beeblebrox also weiter: Und übrigens noch was…



Inhalt

Eoin Colfer: Und übrigens noch was... Seit der letzten Begegnung mit den Protagonisten ist einige Zeit vergangen, Arthur fristet ein bescheidenes und eher langweiliges Leben auf einer der Erden in irgendeinem Universum, seine Tochter Random ist mittlerweile Präsidentin der Galaxis, Trillian besteht nur noch aus diversen Ersatzteilen und dem immer munteren Ford geht es ziemlich “froody”.

Doch all dies nimmt ein jähes Ende – denn die “Welten”, in denen sie leben ist und war nie real. Tatsächlich knüpft die Geschichte dann direkt an die Geschehnisse aus “Einmal Rupert und zurück” an. Auch die Vogonen haben erneut einen Auftritt und wollen endgültig die Erde zerstören – und zwar in allen Universen.

Und so müssen unsere Freunde sich wieder einmal auf den Weg kreuz und quer durch die Galaxis machen und treffen dabei auf arbeitslose nordische Gottheiten, beleidingende Unsterbliche und andere Menschen.

Kritik und Fazit

Bereits beim Lesen der ersten Seiten von “Und übrigens noch was…” glaubt man wieder in den “uns bekannten” Universen auf Reisen zu sein. Doch es ist anders: Zwar erinnert der Stil durchaus an die Schreibweise und Komik eines Douglas Adams, doch wie sollte es anders sein, Colfer bringt natürlich seinen eigenen Akzente mit in die Geschichte. Hinzu kommt, dass die deutsche Fassung von Gunnar Kwisinski und nicht wie die Originalreihe von Benjamin Schwarz (Teil 1-4) bzw. Sven Böttcher (Teil 5) übersetzt wurde.

Insgesamt eine durchaus interessante, lesenswerte Geschichte und als “Anhalter-Fan freut man sich natürlich, erneut mit Arthur, Trillian und den anderen in der Galaxis unterwegs zu sein. Doch an vielen Stellen sind die Charaktere aus meiner Sicht überspitzt darstellt, verfallen teilweise sogar ins Lächerliche. Auch die Geschichte selbst ist an einigen Stellen recht zäh und zieht sich in die Länge. Dafür kommt das Ende der relativ flott und die Geschichte ist vorbei. Vermeidlich, denn ein Hinweis im Buch im dem verknüpften “Ende” deutet unter Umständen auf einen möglichen Nachfolger hin.

Alles in allem ist Colfer ein durchaus würdiger Nachfolger der “Anhalter”-Reihe und eine Hommage an Douglas Adams, welcher laut Colfers Worten sein “Weltbild abgerissen und in einer anderen Dimension wieder aufgebaut” habe, gelungen. An die Originalreihe kommt es aber bei Weitem nicht ran.

Devolo dLAN 500 AVPLus im Test

Veröffentlicht am 22. Dezember 2011 in Gadgets & Hardware | 2 Kommentare

Die Firma Devolo hat mir freundlicherweise ein Starterkit des “dLAN 500 AVPlus” zur Verfügung gestellt, mit dem ihr ein DLAN bzw. PowerLAN, also ein “Netzwerk über die Steckdose” in Euren vier Wänden “aufbauen” könnt.

Devolo dLAN 500 AVPlus

Gedacht ist das so genannte “dLAN”, um Räume in Eurem Haus oder Wohnung mit Netzwerk zu versorgen, in denen in keine Netzwerkverkabelung habt und auch der W-LAN Empfang unter Umständen schlecht oder nicht vorhanden ist. dLAN nutzt dabei ganz einfach Eurer Stromverkabelung.

Insgesamt muss ich sagen, wirklich sehr einfach zu installieren und einzurichten. Ihr steckt im Prinzip den einen der beiden Adapter in der Nähe Eures Routers (bzw. Switch) in die Steckdose und verbindet der RJ45-Port mit diesem. Selbiges macht in der dann in der Nähe Eures Rechner, der über das dLAN angebunden werden soll. Anschließend installiert ihr noch das Devolo dLAN Cockpit, fertig. Auf jeden Fall solltet ihr noch die Verschlüsselung aktivieren und das Standard-Kennwort ändern.

Negativ hier ist meines Erachtens, dass anscheinend alle Geräte mit dem gleichen Kennwort ausgeliefert werden. Also nicht z.B. eines “Seriennummer-Schlüssels, wie es AVM bei den Fritz!Boxen macht.

Je nachdem, wie die Stromverkabelung z.B. im Haus Eurer Mietswohnung o.ä. ist, könnten sonst die Nachbarn mitsurfen ;-)

Lieferumfang

  • 2x Devolo-Adapter
  • 2x Netzwerkkabel (ca. 2m)
  • Betriebsanleitung mit CD/Software

Lieferumfang der Devolo dLAN 500 AVPlus

Testumgebung

Ich habe in meinem Test unterschiedliche Szenarien durchgespielt, bin aber nie über eine Netto-Transferrate um die 100-120 MBit/s gekommen – und es handelt sich nicht um uralte Stromverkabelung bzw. zu kleinen Querschnitten der Kabel. Wobei dies die Werte waren, die mir das Devolo-Cockpit angezeigt hat. Die Übertragung einer 192 MB großen Datei dauert genau 20,9 Sekunden, würde also eine Transferrate von 73 MBit/s ausmachen.

Für den Normalgebrauch sollte dies aber auch reichen, wobei man mit dem Wert natürlich (brutto) von den 500 MBit/s weit entfernt liegt. Die Verbindung an sich ist konstant stabil, auch nach hunderten von Pings gab es keinen Paketverlust, bei meiner vorigen WLAN-Verbindung gingen da doch des Öfteren Pakete verloren.

Während des gesamten Testzeitraums (rund zwei Monate) hat nicht nur wenige Male “keine” Verbindung mehr. Dann musste ich über die Netzwerkumgebung einmal den Netzwerkadapter de- und wieder aktivieren. Eine Ursache dafür konnte ich allerdings nicht ausmachen.

Hinzuzufügen sei noch, dass Devolo angibt, dass die Adapter z.B. für die Verbindung von Fernseher, PlayStation u.ä. verwendbar sind, dieses Testszenario konnte ich allerdings nicht durchspielen, weswegen ich hier keine Aussage über die Funktionalität geben kann.

Sonstiges

Die Adapter besitzen einen Stromsparmodus, der den Strombedarf auf unter 0,5 Watt senken soll, wenn kein “Abnehmer” am Adapter aktiv ist. Dies klappt beim Rechner auch sehr gut, sobald man diesen abschaltet, an der Fritz!Box aber nicht. Die geht zwar in Nachschaltung und deaktiviert das WLAN, die LAN-Ports bleiben aber aktiv und der Devolo-Adapter leider auch.

Weiterhin werden die Adapter nach einiger Zeit etwas warm, ist aber noch im annehmbaren Bereich und aus meiner Sicht noch normal.

Fazit

Mein persönliches Fazit ist durchaus positiv. Auch wenn ich die versprochenen (Brutto-) Werte von 500 MBit/s bei Weitem nicht erreichen konnte, bringen die Adapter in meinem Fall eine konstantere und bessere Verbindung und Geschwindigkeit, als ich es bis dato über W-LAN abdecken konnte.

Patch in den SAPGui-Setup integrieren und ein eigenes Setup-Package erstellen

Veröffentlicht am 20. Dezember 2011 in Admin-Alltag | 2 Kommentare

Im Zuge von Software-Deployment begegnet mir – und dem einen oder anderen von Euch hin und wieder sicherlich auch – e die SAPGUI. Derzeit ist die Version 7.20 mit einem Patchlevel 9 aktuell.

Man kann sich (als Kunde) zwar auch eine aktuelle CD/DVD bei SAP bestellen, doch die Patches lassen sich auch selbst relativ fix in den Setup integrieren. Benötigt wird dabei immer nur das aktuellste Patch, da dieses die vorigen bereits impliziert.

Vorbereitungen

Kopiert die Ordnerstruktur der “Standard-“Dateien an eine beliebige Stelle (z.B. C:\temp\SAPGUI). Haltet auch das Patch entsprechend bereit.

Patch integrieren

  1. Startet nun in dem Unterordner \setup das Tool NwSapSetupAdmin.exe
  2. Das Tool lädt nun den aktuelle Setup ein.
  3. Über den Button “Patch Server” wählt ihr den Setup des Patches aus.
    SAP Installation Server Administration Tool: Patch integrieren
  4. Die Dateien aus dem Patch werden nun validiert und integriert.
    SAP Installation Server Administration Tool: Patch integrieren
  5. Weiter
    SAP Installation Server Administration Tool: Patch integrieren
  6. Die Integration wird daraufhin fertiggestellt
    SAP Installation Server Administration Tool: Patchintegration fertiggestellt
  7. An der geänderten “Compilation”-Version (von 2 auf 3) erkennt ihr an diesem Beispiel, dass die Daten tatsächlich aktualisiert worden sind.
    SAP Installation Server Administration Tool: Patchintegration fertiggestellt

Eigenes Package erzeugen

In meinem Fall benötige ich z.B. tatsächlich nur die reine GUI-Applikation ohne die ganzen zusätzlichen Optionen, Funktionen und Plugins wie den Business Explorer, das Workstation Update etc.

Aus diesem Grund erfolgt im nächsten Schritt die Erzeugung eines eigenen Packages.

  1. Klickt dazu in der Symbolleiste auf “New Package”, woraufhin der Assistent startet.
    SAP Installation Server Administration Tool: Ein eigenes Package erstellen
  2. Im nächsten Schritt wählt ihr dann die benötigten Komponenten aus.
    SAP Installation Server Administration Tool: Ein eigenes Package erstellen
  3. Anschließend müsst ihr noch einen Package-Namen vergeben und das Paket wird daraufhin erstellt.
    SAP Installation Server Administration Tool: Ein eigenes Package erstellen
  4. Eurer erstelltes Package wird nun im Administration Tool geöffnet und im rechten Fensterbereich wird Euch zudem der Kommandozeilenbefehl für einen SILENT-Install des erstelltes Packages angezeigt, den ihr dann für eine Batch, MDT, SCCM etc. übernehmen könnt.

    Dieser sieht z.B. wie folgt aus:
    \setup\NwSapSetup.exe /Silent /Package=”SAPGUI_SPEZIAL”
    SAP Installation Server Administration Tool: Packageerstellung fertiggestellt