Windows 8: Benutzerkontensteuerung (UAC) deaktivieren

Veröffentlicht am 11. Februar 2012 in Anleitungen | 12 Kommentare

Genau wie bei Windows Vista und Windows 7 lässt sich auch unter Windows 8 die Benutzerkontensteuerung (UAC, User Account Control) abschalten, wenngleich dies vielleicht nicht immer sinnvoll ist.

Möchtet ihr die Funktion dennoch deaktivieren, gibt dazu zwei Möglichkeiten, eine davon führt Euch gui-basiert über die Systemsteuerung, die andere deaktiviert UAC mittels einer Änderung in der Registrierdatenbank von Windows. Letztere z.B. im Deployment-Umfeld zu verwenden (sofern ihr das Deaktivieren nicht über Gruppenrichtlinien vornehmt), kann durchaus nützlich sein. Deshalb beschreibe ich diesen Weg auch als Erstes.

Die Benutzerkontensteuerung über die Registry deaktivieren

  1. Startet zunächst die REGEDIT (über Search > Apps), oder über Ausführen:
    Aufrufen der REGEDIT
  2. Anschließend öffnet ihr den Hive “HKEY_LOCAL_MACHINE\ Software\ Microsoft\ Windows\ CurrentVersion\ Policies\ System
  3. Editiert die DWORD-Werte “EnableLUA”  sowie “ConsentPromptBehaviorAdmin” und setzt sie auf den Wert 0. Sollten die Einträge nicht vorhanden sein, erstellt zwei DWORD-Werte mit diesen Bezeichnungen.
    Ändern der Registry-Einstellungen zum Deaktivieren von UAC
  4. Bereits jetzt solltet ihr schon eine Meldung vom Wartungscenter erhalten, dass das Deaktivieren der Benutzerkontensteuerung (User Account Control) erst nach einem Neustart wirksam wird.
  5. Führt den Neustart durch, die Benutzerkontensteuerung ist danach deaktiviert.
    Meldung des Wartungscenters
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Die Benutzerkontensteuerung über die Systemsteuerung deaktivieren

Als “Kontrollmechanismus” für die zuvor über die Registry durchgeführte Deaktivierung beschreibe ich noch kurz den Weg über die Systemsteuerung.

  1. Such dazu im Suchfeld (Apps) einfach nach UAC, der entsprechende Eintrag wird Euch eingeblendet.
    windows8-uac-deactivate3
  2. Alternativ könnt ihr auch über den Ausführendialog (Windows-Taste + R) “UserAccountControlSettings” aufrufen:
    Benutzerkontensteuerung über Start -> Ausführen aufrufen
  3. Anschließend erhaltet ihr das alt bekannte Fenster (aus Windows 7) mit dem Schiebregler, der nun auf “Deaktiviert” stehen sollte.
  4. Verändert auf Wunsch die Stufe (wieder) und bestätigt.
    Regelung der Benutzerkontensteuerung

Citrix XenApp: Wie man den Windows Explorer bei installiertem Internet Explorer 7, 8 oder 9 veröffentlicht

Veröffentlicht am 4. Februar 2012 in Admin-Alltag | Keine Kommentare

Präambel

Wenn ihr in eurer Citrix XenApp Umgebung den Windows Explorer veröffentlicht habt und Euch dabei unter Umständen (historisch) immer noch an den Knowledge Center Eintrag CTX922603 (2003 veröffentlicht) haltet bzw. gehalten habt, so werdet ihr wahrscheinlich auf einen Fehler stoßen, sobald ihr den Internet Explorer 7 oder 8 installiert habt bzw. ihr einen Windows Server 2008 (RS) – u.U. schon mit dem Internet Explorer 9 – verwendet.

Problem bzw. Fehler beim Starten der Anwendung

Sobald ihr nämlich den Windows Explorer (z.B. über das Webinterface) starten wollt, taucht zusätzlich im Hintergrund ein Fenster vom Internet Explorer, sowie die Fehlermeldung “Das System kann das angegebene Gerät nicht finden” angezeigt.

Fehler beim Starten des veröffentlichten Windows Explorers

Dies liegt daran, dass Citrix damals empfahl, den Windows Explorer über einen Parameter der IEXPLORE.EXE (des Internet Explorers) zu starten, der dann wie folgt aussah:

"%ProgramFiles%\Internet Explorer\IEXPLORE.EXE" -e h:\

Dieser Parameter steht ab der Version 7 nicht mehr zur Verfügung.

Lösung bzw. Workaround

Im Forum von brianmadden.com findet man allerdings den Hinweis, dass der “normale” Aufruf der explorer.exe keine Probleme (mehr) bereiten sollte.

Deswegen lässt sich der Pfad dann wie folgt ändern und führte bei mir ohne Probleme zum Erfolg:

%SystemRoot%\EXPLORER.EXE /n,/e,H:\

Dieser Workaround wird von Citrix auch im CTX112195 beschrieben.

Vielleicht kann mir ein Citrix-Fuchs beantworten, ob ihm dieses Vorgehen im Allgemeinen Bauchschmerzen bereiten oder Sicherheitsbedenken nach sich ziehen würde?

Weiterführende Links

Firefox ESR veröffentlicht

Veröffentlicht am 1. Februar 2012 in Programme | Keine Kommentare

Nachdem nun auch Firefox 10 erschienen ist, hat Mozilla wie angekündigt ebenfalls ein Extended Support Release veröffentlicht, um Unternehmen vom “Updatewahnsinn” der letzten Monate zu entlasten.

Firefox ESR Roadmap

Kommentar am Rande: Gar nicht so schlimm, die vielen Updates; “lieber Firefox 27, ….” meint z.B. ein Kommentator bei Golem, andere Kommentare lesen sich ähnlich.
Hier sei allerdings angemerkt, die Leute denken wahrscheinlich nur in ihrer “Einzelumgebung”: PC zu Hause, neuen Feuerfuchs drauf und fertig. In größeren Umgebung es aber deutlich komplexer und die vielen Updates nerven schon ziemlich. Da muss man schon
manch einen Hebel in Bewegung setzen, um bloß keinem Anwender die Updatehinweise anzeigen zu lassen :-) Außerdem müssen die Versionen immer erst einen Testzyklus durchlaufen und können nicht gleich flächendenkend verteilt werden.

Insgesamt ist das “ganz nett”, wie ich schon vor einigen Wochen geschrieben hatte. Allerdings ist das “ESR” für mich fast schon gar nicht erwähnenswert, denn außer dem längerem Support gibt es nichts interessantes für Unternehmen:

  • Keine “Von-Haus-aus” MSI-Installationsdatei
  • keine integrierte Gruppenrichtlinienfunktionalität
  • keine zentrale Addon-Verwaltung
  • und und und…

Hier gäbe es einiges, was ein richtiges Enterprise-Build ausmachen würde.

Wer eine portable Version des ESR-Builds sucht, schaut mal beim Carsten vorbei, der hat eins gebastelt.