Archiv für das Thema: Anleitungen

Hier finden Sie Tipps und Tricks rund um Windows(-komponenten) & Office

Windows 7: Hintergrundbild des Anmeldebildschirms anpassen

Bei Björn habe ich einen Trick gefunden, wie sich der Hintergrund des Anmeldebildschirms von Windows 7 modifizieren lässt. Die Funktion ist von Microsoft ursprünglich für PC-Hersteller (OEM) vorgesehen, aber warum nicht selbst anpassen, so wie man es möchte?

  1. Als erstes öffnet man mit Administratorrechten im Explorer den Ordner “oobe” unter “Windows\System32
  2. Hier legt man nun einen Ordner mit dem Namen “info” und in diesem Ordner einen weiteren Ordner mit dem Namen “backgrounds” an.
    image
  3. In Letzeren kopiert man jetzt das gewünschte Hintergrundbild im JPG-Format (maximal 256 KB groß) und benennt dieses in “backgroundDefault.jpg” um
  4. Anschließend ist noch eine Änderung in der Registry vorzunehmen. Dazu über Start im Suchfeld “regedit” eingeben und öffnen.
  5. Danach navigiert man zu
    HKEY_LOCAL_MACHINE\ SOFTWARE\ Microsoft\ Windows\ CurrentVersion\
    Authentication\ LogonUI\ Background
    ” und erstellt einen neuen DWORD-Wert mit dem Namen “OEMBackground”.
    Eintrag OEMBackground in der Registry
  6. Diesem Eintrag weist man nun noch den Eintrag “1” zu.
  7. Nach einem Neustart erstrahlt der Anmeldebildschirm dann in persönlichem Glanz :)
    Windows 7 Anmeldeschirm mit neuem Hintergrund

Update: 

caschy weist in den Kommentaren auf den “Windows 7 Logon Background Changer”, den er vor ein paar Wochen erwähnt hatte. Irgendwie war mir auch noch erinnerlich gewesen, dass ich von einem Tool gelesen hatte, ich wusste nur nicht mehr wo; Aber klar, natürlich beim caschy, wo sonst ;) Damit geht das Austauschen wesentlich einfacher per GUI von Statten.

Windows 7 Logon Background ChangerSo sind nun also zwei Möglichkeiten erwähnt, einmal einfach per GUI und einmal “technisch” für die, die ohne Tool selbst Hand anlegen wollen.

UAC unter Windows 7 deaktivieren


Prolog: Windows 7, UAC und die Probleme

In den vergangenen Wochen ist die User Account Control (kurz: UAC, dt. Benutzerkontensteuerung), die bereits mit Windows Vista Einzug hielt, viele User nervte und mit Windows 7 verbessert werden sollte, unter eben jenem System durch Sicherheitslücken eher negativ  aufgefallen. Demonstriert von Rafael Rivera und Long Zheng in einem Proof-Of-Concept. Microsoft will sich der Sache annehmen und verspricht, die UAC bis zum anstehenden Release Candidate zu überarbeiten.

Hintergrund

Ob sinnvolles Sicherheitsfeature oder nicht, die User scheinen jedoch verstärkt eine Möglichkeit zu suchen, UAC zu deaktivieren, was ich schon damals in dem Vista-Beitrag feststellen konnte, der immer noch hochfrequent abgerufen wird.

Unter Windows 7 hat Microsoft das Procedere zum Deaktivieren vereinfacht; Im Folgenden werde ich sowohl einen einfachen Weg über die Systemkonfiguration, als auch die Möglichkeit, die UAC über die Registry zu deaktivieren, beschreiben. Zweiteres ist wahrscheinlich für Systemadministratoren interessant, aber auch “normale” User, die Windows 7 künftig über eine angepasste Installations-DVD installieren werden und die entsprechende Einstellung direkt mitgeben wollen.

UAC über die Systemsteuerung deaktivieren
  1. Über die Suchbox (früher Ausführen; auch über WIN+R möglich) öffnet man die Systemkonfiguration per Eingabe von »MSConfig«
  2. Nun wählt man das Register »Tools« aus und klickt den Eintrag »UAC-Einstellungen« an. 
     Einstellungen über MSConfig öffnen
  3. In dem sich nun öffnenden Dialog können die Sicherheitseinstellung per Schieberegler eingestellt werden. Standardmäßig ist die zweithöchste Stufe eingestellt.
     Einstellungsdialog für UAC
  4. Wenn man den Schieberegler nun bis ganz nach unten verschiebt (“Nie benachrichtigen”), ist UAC deaktiviert und man ist die Meldungen los.
    Auf Nie benachrichtigen stellen
UAC über die Registry deaktivieren
  1. Zunächst wird über die Suchbox die Registrierdatenbank per »regedit« geöffnet
  2. Anschließend navigiert man zu
    HKEY_LOCAL_MACHINE\ Software\ Microsoft\ Windows\ CurrentVersion\ Policies\ System
  3. Hier erstellt man nun einen DWORD-Wert mit der Bezeichnung »EnableLUA« und weist diesem den Wert 0 zu
  4. Im Anschluss erstellt man einen weiteren DWORD-Wert mit der Bezeichnung »ConsentPromptBehaviorAdmin« und vergibt hier ebenfalls den Wert 0.
    UAC über die Registry deaktivieren

Excel: Mit der Funktion WECHSELN() Umlaute ersetzen

Excel_Logo Gestern wurde ich in der Firma nach einer Lösung in Excel gefragt, um aus zwei Spalten, in denen jeweils Vor- und Nachname stehen, in einer dritten Spalte E-Mail Adressen erzeugen zu lassen. Soweit auch kein Probleme, Zellen verknüpfen, “@Domain.TLD” anhängen, fertig. Bleibt eine Problematik: Umlaute und der Konsonant “ß” werden auch übernommen, werden in E-Mails aber nicht verwendet. Eine Lösung in VBA zum automatischen Ersetzen wäre relativ einfach gewesen, ich wollte aber eine Lösung finden, dies über eine Formel zu lösen.

Rausgekommen ist dabei das:

=WECHSELN(WECHSELN(WECHSELN(WECHSELN(WECHSELN(WECHSELN(WECHSELN(B4;"ü";"ue");"ö";"oe");"ä";"ae");"Ü";"Ue");"Ö";"Oe");"Ä";"Ae");"ß";"ss") & "." & WECHSELN(WECHSELN(WECHSELN(WECHSELN(WECHSELN(WECHSELN(WECHSELN(A4;"ü";"ue");"ö";"oe");"ä";"ae");"Ü";"Ue");"Ö";"Oe");"Ä";"Ae");"ß";"ss") & "@DOMAIN.TLD"

Berücksichtigt werden Umlaute sowie “ß” in Groß- und Kleinschreibung. Die Formel hätte sich in der Länge um die Hälfte kürzen lassen, wenn man eine Hilfsspalte eingefügt hätte.

WECHSELN()-Funktion in Excel

Service Pack 3 Problem mit der Datei GDI32.dll

Nachdem das Service Pack 3 für Windows XP nun endlich veröffentlicht wurde, scheinen sich aber auch die dadurch auftretenden Probleme in diversen Foren ebenso zu vermehren. Viele Anwender klagen über ein Problem mit der Datei GDI32.dll die im System32-Ordner zu finden ist.

stop:c0000139
the procedure entry point GDIGETBITMAPBITSIZE could not be located in the dynamic link library GDI32.dll
(englische Bezeichnung)

Das Problem taucht wohl auf, so Microsoft, “wenn widersprüchliche Versionen der Dateien User32.dll und Gdi32.dll [vorhanden] sind“, was wahrscheinlich durch ein Patch entstanden ist, das dieses Jahre veröffentlicht wurde, wie ich die Tage gelesen hatte. Das SP3 war demnach eigentlich schon Anfang des Jahres fertig, wurde aufgrund von Tests aber noch nicht veröffentlicht. In der selben Zeit sind aber weitere Patches erschienen, die die betroffene Datei wohl aktualisiert haben müssen, dass SP3 das aber nicht entsprechend verarbeiten kann.

Um das Problem zu beheben, führte bei den meisten Usern folgenden Schritte zu einer Behebung des Problems

  1. Von der Windows-CD starten und die Repair-Funktion (R) starten und anschließend die Wiederherstellungskonsole starten. Alternativ, sofern eingerichtet, kann die Wiederherstellungskonsole auch direkt gestartet werden
  2. Nun legt man mittels ren c:\windows\system32\gdi32.dll gdi32.old zuerst ein Backup der alten GDI32.dll an
  3. Nun gibt man den Befehl COPY c:\windows\servicepackfiles\i386\gdi32.dll c:\windows\system32\gdi32.dll ein.
  4. Danach kann man den Modus beenden und den Rechner neustarten. Wenn alles glatt gelaufen ist, läuft es jetzt wieder ohne Probleme.

Ich persönlich habe das SP3 noch nicht installiert, werde wahrscheinlich auch noch damit warten. Sämtliche Patches hatte ich vorher schon installiert, es entstehen mir dadurch also keine Sicherheitslücken (so hoffe ich zumindest ;) )