27. Dezember 2009 – 11:37
Auf meinem Notebook bin ich jetzt produktiv auf Windows 7 umgestiegen. Allerdings wollte ich mir die 64-Bit Version installieren und um keine DVD brennen zu müssen, am einfachsten natürlich mit der USB-Methode.
Allerdings stellt sich dies zunächst als gar nicht so einfach raus. Zumindest unter XP 32-Bit versagten nämlich alle bekannten Methoden den Stick bootfähig zu bekommen. Weder Microsofts Tool, die manuelle Methode noch andere Tools wie UNetbootin konnten erfolgreich einen bootfähigen Stick erstellen. Microsofts Tool gab am Ende des Kopiervorgangs auch die Meldung aus, das zwar alle Dateien erfolgreich kopiert wurden, jedoch der Bootsektor nicht geschrieben werden konnte.
Wie sich herausstellte, läuft der Aufruf dafür über die Anwendung bootsect.exe die im Verzeichnis boot liegt. Diese lässt sich in einer 32-Bit Umgebung nicht ausführen (“keine zulässige Win32-Anwendung”).
Nachdem ich verschiedene Seiten im Netz durchsucht hatte, schienen das Problem mehrere Anwender zu haben.
Folgendes Workaround löst die Problematik
Windows 7 64-Bit zunächst in einer virtuellen Umgebung installieren! Wichtig ist dabei, dass man ein Tool einsetzt, in dem man später dann auch einen USB-Stick ansprechen kann.
Mit dem VMware Player, den ihr kostenlos herunterladen könnt, ist dies z.B. der Fall. Diesen ladet ihr also als erstes herunter, installiert ihn und spielt anschließend Eure 64-Bit-ISO oder DVD ein.

Nachdem ihr Windows 7 64-Bit installiert habt, muss der USB-Stick nur noch gemountet werden (VMware fragt danach, sobald dieser erkannt wurde) und ihr könnt bspw. das “Windows 7 USB/DVD Download Tool” ausführen, um einen bootfähigen USB-Stick mit Windows 7 64-Bit zu erstellen.
20. November 2009 – 15:09
Eigentlich wäre diese Funktion schon längst eine Selbstverständlichkeit gewesen und ist in alternativen Dateimanagern bereits ewig implementiert: Einen neuen Ordner per Tastenkombination erstellen.
Erst in Windows 7 hat nun der Tastenkombination “Strg + Umschalt + N” Einzug gehalten, mit dem man einen neuen Ordner erstellen kann, ohne sich umständlich über das Kontextmenü zu klicken oder den neuen Button “Neuer Ordner” zu verwenden.
via WindowsBlog.at

Die Taskleiste von Windows 7, die sogenannte “Superbar” bietet eine tolle Thumbnail-Vorschau. Schon seit Windows 95 gab es immer eine Registry-Key, den ich immer gesetzt habe MenuShowDelay auf 0 (funktioniert unter Windows 7 übrigens immer noch
)
Ähnlich wie dieser Eintrag könnt ihr auch die Verzögerungszeit der Thumbnail-Anzeigen “tunen”.
- Ruft dafür über Start > regedit die Registrierdatenbank auf
- Danach öffnet ihr
HKEY_CURRENT_USER\ Software\ Microsoft\ Windows\ CurrentVersion\ Explorer\ Advanced
- Hier erstellt ihr einen neuen DWORD-Wert mit der Bezeichnung
ThumbnailLivePreviewHoverTime

- Anschließend klickt ihr doppelt auf den Eintrag und gebt einen Wert in Millisekunden ein z.B. 1000 für 1 Sekunde Verzögerungszeit. Ich habe den Wert bei mir auf 1 gesetzt, um die Thumbnails “sofort” angezeigt zu bekommen.
Update 28.10.2009
Via Björn bin ich noch auf den DWORD-Wert ExtendedUIHoverTime gestoßen, ebenfalls im selben Pfad (Hive) zu erstellen, den ihr ebenfalls heruntersetzen könnt. Wie auch bei dem vorigen Wert müsst ihr darauf achten, dass ihr einen Dezimalwert eintragt.
Diese Einträge funktionierten teilweise auch schon unter Windows XP und Windows Vista, aber sie sind halt nützlich und funktionieren auch unter Windows 7 - Kontextmenüeinträge, die manchen Arbeitsschritt ein wenig erleichtern.
Für alle Einträge muss über “Start > regedit” zunächst die Windows Registry geöffnet werden.
Defragmentierung im Kontextmenü
Wer nicht auf Tools von Drittanbietern zurückgreift, sondern die Windows-Defragmentierung nutzt, kann diese mit folgendem Registry-Eintrag im Kontextmenü anzeigen lassen.
- Den Schlüssel “HKEY_CLASSES_ROOT\Drive\shell” öffnen
- Hier erzeugt ihr per Kontextmenü einen neuen Schlüssel mit dem Namen “runas” und trägt im (Standard)-Wert “Defragmentieren” ein.
- Soll der Eintrag nur im “erweiterten” Kontextmenü angezeigt werden, also wenn gleichzeitig die Umschalttaste gedrückt wird, so kann noch die Zeichenfolge “extended” erstellt werden, die keinen Wert erhält.
- Anschließend ist ein weiterer Schlüssel mit der Bezeichnung “command” zu erzeugen.
- Dieser erhält den (Standard)-Wert “defrag %1 -v” darunter zu erzeugen.
- Im Explorer steht Euch nun der neue Eintrag zur Verfügung:
- Ggf. ist noch die UAC-Meldung zu bestätigen und die Defragmentierung startet.
In Ordner kopieren / verschieben
Zwei weitere nützliche Einträge sind “In Ordner verschieben” und “In Ordner kopieren”. Um diese zu erhalten, müsst Ihr folgende Registry-Werte erstellen:
- Zunächst ist folgender Pfad zu öffnen:
HKEY_CLASSES_ROOT\AllFilesystemObjects\shellex\ContextMenuHandlers
- Hier erzeugt ihr nun einen Unterschlüssel mit der Bezeichnung
{C2FBB630-2971-11D1-A18C-00C04FD75D13}
- Ein Wert ist nicht zu setzten.
- Während der obige Wert für den “In Ordner kopieren”-Eintrag sorgt, könnt ihr mit{C2FBB631-2971-11D1-A18C-00C04FD75D13} den “In Ordner verschieben”-Eintrag erzeugen.
- Klickt ihr nun im Explorer mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder einen Ordner tauchen die beiden neuen Einträge auf:
- Klickt man diese an, werdet ihr gefragt, wohin ihr die Datei oder den Ordner kopieren bzw. verschieben wollt:
Besitzrechte übernehmen
Der Weg, das Besitzrecht von einem Ordner zu übernehmen, ist auch unter Windows 7 ein wenig umständlich über “Eigenschaften > Sicherheit” zu erreichen. Wesentlich einfacher geht das ganze mit einem Registry-Eintrag, der das Kommandozeilenprogramm “takeown” aufruft.
Folgende Einstellungen müsst ihr dazu vornehmen:
- Unter den folgenden beiden Pfaden sind die nachfolgenden Einträge zu erstellen:
- HKEY_CLASSES_ROOT\*\shell\runas
- HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\shell\runas
- Als (Standard)-Wert tragt ihr jeweils “Besitzrechte übernehmen” ein
- Danach erzeugt ihr eine neue Zeichenfolge mit dem Namen “NoWorkingDirectory”
- Diese bleibt leer und erhält keinen Wert
- Anschließend legt ihr in beiden Pfaden einen neuen Schlüssel mit der Bezeichnung “command” an.
- In diesem Schlüssel tragt ihr beim (Standard)-Wert nun
cmd.exe /c takeown /f \"%1\" /r /d y && icacls \"%1\" /grant administrators:F /t
ein.
- Zum Schluss ist jeweils noch die Zeichenfolge “IsolatedCommand” anzulegen, der ihr den Wert
cmd.exe /c takeown /f "%1" && icacls "%1" /grant administrators:F
gebt.
- Klickt ihr nun mit der rechten Maustaste auf einen Ordner, auf welchen ihr u.U. keinen Zugriff habt, diesen aber haben möchtet, könnte ihr mit Administratorrechten den Besitz übernehmen:
- Ihr seht kurz die Eingabekonsole aufblicken, danach habt ihr Zugriff
So gut ich Windows 7 auch finde, ein Fan von den animierten Fenster beim Minimieren und Maximieren werde ich trotzdem nicht – schon seit jeher.
Glücklicherweise lassen sie sich aber ziemlich einfach abschalten:
- Im Startmenü “SystemPropertiesPerformance” eintippen und Enter drücken.
- Danach im Register “Visuelle Effekte” die Haken bei “Animationen beim Minimieren und Maximieren von Fenstern” entfernen. Auch die zweite Option “Animationen auf der Taskleiste und im Startmenü” kann entfernt werden werden um die übrigen Animationen gleich mit zu deaktivieren.
Bei Björn habe ich einen Trick gefunden, wie sich der Hintergrund des Anmeldebildschirms von Windows 7 modifizieren lässt. Die Funktion ist von Microsoft ursprünglich für PC-Hersteller (OEM) vorgesehen, aber warum nicht selbst anpassen, so wie man es möchte?
- Als erstes öffnet man mit Administratorrechten im Explorer den Ordner “oobe” unter “Windows\System32”
- Hier legt man nun einen Ordner mit dem Namen “info” und in diesem Ordner einen weiteren Ordner mit dem Namen “backgrounds” an.
- In Letzeren kopiert man jetzt das gewünschte Hintergrundbild im JPG-Format (maximal 256 KB groß) und benennt dieses in “backgroundDefault.jpg” um
- Anschließend ist noch eine Änderung in der Registry vorzunehmen. Dazu über Start im Suchfeld “regedit” eingeben und öffnen.
- Danach navigiert man zu
”HKEY_LOCAL_MACHINE\ SOFTWARE\ Microsoft\ Windows\ CurrentVersion\
Authentication\ LogonUI\ Background” und erstellt einen neuen DWORD-Wert mit dem Namen “OEMBackground”.

- Diesem Eintrag weist man nun noch den Eintrag “1” zu.
- Nach einem Neustart erstrahlt der Anmeldebildschirm dann in persönlichem Glanz

Update:
caschy weist in den Kommentaren auf den “Windows 7 Logon Background Changer”, den er vor ein paar Wochen erwähnt hatte. Irgendwie war mir auch noch erinnerlich gewesen, dass ich von einem Tool gelesen hatte, ich wusste nur nicht mehr wo; Aber klar, natürlich beim caschy, wo sonst
Damit geht das Austauschen wesentlich einfacher per GUI von Statten.
So sind nun also zwei Möglichkeiten erwähnt, einmal einfach per GUI und einmal “technisch” für die, die ohne Tool selbst Hand anlegen wollen.