Archiv für das Thema: Anleitungen

Hier finden Sie Tipps und Tricks rund um Windows(-komponenten) & Office

Troubleshooting: Öffnen von Word- und Excel-Dateien im Netzwerk ist langsam

Wenn eure Anwender darüber klagen, dass das Öffnen von Word- oder Excel-Dateien im Netzwerk sehr langsam ist (das Öffnen dauert teilweise über eine Minute), so ist höchstwahrscheinlich das Microsoft Office File Validation Add-in, welches für Office 2003 – 2010 verfügbar ist, daran Schuld.

Hintergrund

Eigentlich soll die Dateiüberprüfung Office-Dateien auf eine mögliche Manipulation hin untersuchen. Entspricht die Dateien nicht den “Erwartungen der Anwendung”, erhält der Anwender eine Mitteilung, dass die Datei unter Umständen manipuliert wurde und kann entscheiden ober er die Datei dennoch öffnen möchte oder nicht.

Allerdings hat die Erweiterung in einigen Umgebung zur Folge, dass das Öffnen irrsinnig lange dauert und keinem Anwender zuzumuten wäre.

Lösung 1

Oder Abhilfe schafft die Deinstallation.

Am besten lehnt ihr dieses Patch direkt im WSUS ab. Sollte es dennoch auf einigen Clients gelandet sein (z.B. eure WSUS-Testgruppe), müsst ihr es manuell über die Systemsteuerung > Software deinstallieren.

Office File Validation Addin deinstallieren

Voilà, danach öffnen sich die Dateien wieder mit gewohnter Geschwindigkeit.

Lösung 2

Das Addin lässt sich alternativ auch über einen Registryeintrag deaktivieren, sodass es beim Öffnen von Dateien nicht geladen wird. Microsoft beschreibt das Vorgehen im KB2570623:

Der Registrywert lässt sich in größeren Umgebungen z.B. auch über die Gruppenrichtlinien oder während eines Anmeldeskripts setzen. Wie folgt die Einstellung an einer einzelnen Workstation:

  1. Öffnen der REGEDIT
  2. Der Schlüssel HKEY_CURRENT_USER\ Software\ Policies\ Microsoft\
    Office\ 11.0\ Excel\ Security\ FileValidation
    öffnen
  3. Einen neuen DWORD-Wert mit dem Namen EnableOnLoad anlegen
    und den Wert 0 zuweisen.

Windows 8: Fensteranimationen abschalten

Genau wie bei Windows 7, lassen sich unter unter Windows 8 die Fensteranimationen beim Minimieren und Maximieren von Fenstern, sowie Taskleiste und Startmenü deaktivieren.

An dieser Stelle sei der Weg dazu mit aktuellen Screenshots noch einmal aufgefrischt:

  1. Drückt die Windows-Taste + R, um die Ausführen-Box zu öffnen. Hier gebt ihr nun “SystemPropertiesPerformance” ein und klickt auf OK.

    Windows 8: Ausführen-Box

  2. Im Register “Visual Effects” deaktiviert ihr nun die Optionen “Animate controls and elements inside windows” sowie “Animate windows when minimizing and maximizing

    Windows 8: Abschalten der Animationen

Office 2010 All-In-One DVD mit Visio und Project erstellen

Die Grundpakete der Office, Visio und Project DVD sind bis auf zwei produktspezifische Verzeichnisse identisch. Dies ist meines Wissen seit der Version 2007 der Fall.

Somit besteht die Möglichkeit, eine gemeinsame DVD mit allen Microsoft Produkten zu erstellen. Von nun an müsst ihr also nicht mehr mit zwei bis drei DVDs unterwegs sein bzw. Installationsquellen haben, sondern könnt auf eine vereinigte zugreifen.

Gleichzeitig spart ihr Speicherplatz auf Euren Servern (oder wo auch immer), da ihr die simultanen Daten nicht mehrmals vorhalten müsst.

Voraussetzungen

Um eine entsprechende Office 2010 All-in-One DVD zu erzeugen benötigt ihr

  • Die Installationsquellen von Office 2010 (32- oder 64-Bit)

  • Die Installationsquellen von Visio 2010 (32- oder 64-Bit)

  • Die Installationsquellen von Project 2010 (32- oder 64-Bit)

Zwar habe ich es nicht getestet, es wird aber wahrscheinlich nur mit den jeweiligen 32- oder 64-Bit Versionen funktionieren. Ihr werdet die Ausführen nicht mischen können.

All-in-One Verzeichnis erstellen

Kopiert nun zunächst die Office-Quellen in ein temporäres Verzeichnis (z.B. C:\temp\O2010). Anschließend kopiert ihr von der Visio DVD folgende Ordner:

  • Visio.de-de

  • Visio.WW

Die Visio Verzeichnisse

Diese legt ihr im Verzeichnis mit den Office-Quellen ab. Führt das gleiche Procedere bei den Project-Quellen durch.

Hier kopiert ihr diese Ordner ebenfalls in das Verzeichnis mit den Office-Quellen

  • PrjStd.WW

  • Project.de-de

Die Project-Verzeichnisse

Wenn ihr nun die SETUP.exe im Office-Verzeichnis startet, bekommt ihr eine Auswahl, welches Produkt ihr installieren möchtet. Ein „Mix“ unterschiedlicher Ausführungen (Standard, Premium, Professional) ist übrigens auch möglich.

Office 2010 All-in-One Installation

Printserver von Windows Server 2003 auf Windows Server 2008 R2 migrieren

Im folgenden möchte ich Euch erläutern, wie Ihr Euren Printserver von Windows Server 2003 auf Windows Server 2008 R2 migriert.

Ich gehe dabei davon aus, dass ihr zwei Maschinen (einen W2k3-Server und einen W2k8R2 Server) zur Verfügung habt und beide auch angeschaltet sind.

Migrationsalternativen

Euch stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung, die Migration durchzuführen.

  1. Ihr könnt die Migration zum einen bequem über einen grafischen Assistenten durchführen
  2. Zum anderen lässt sich die Migration auch per Kommandozeile durchführen, was ggf. in automatisierten Umgebungen zum Einsatz kommen kann.

Vorbereitung und Empfehlung

Zwar werden beim dem Export der Druckerqueues und Treiber (wie im Folgenden beschrieben) exportiert, aber was nicht vorhanden ist, kann auch nicht exportiert werden.

Will heißen, wenn ihr vormals einen Windows Server 2003 in einer 32-Bit Umgebung hattet und nun auf Windows Server 2008 R2 (64-Bit) migriert, fehlen Euch bim späteren Import die entsprechenden Treiber.

Deshalb ist es empfehlenswert, bereits vorab alle x86- und x64-Treiber Eurer jeweiligen Druckermodelle zu importieren.

Sollte es beim Hinzufügen von Treibern zu Problemen kommen, schaut ggf. mal im Microsoft Update Catalog nach, ob es von Microsoft zum Download angebotene Treiber für Eure Druckermodelle gibt. Diese wurden funktional durchgetestet und sollten bei der Installation zu keinen Problemen führen.

Die Erfahrung hat bei mir gezeigt, dass bei Treibern von der Herstellerseite es passieren kann, dass diese sich nicht ohne Weitere importieren lassen.

Migration mittels grafischen Assistenten

Exportieren der Druckerqueues und Treiber des alten Printservers

  1. Startet zunächst auf Eurem “neuen” Printserver das “Print Management” über die Serververwaltung oder über die Systemsteuerung.
  2. Klickt nun mit der rechten Maustaste auf “Print Management” und wählt den Eintrag “Migrate Printers…
    Wählt im Kontextmenü Migrate Printers
  3. Den bereits ausgewählten Punkt “Export printer queues and printer drivers to a file” könnt ihr mit einem Klick auf “Next” bestätigen.
    Bestätigt die ausgewählte Option mit Next
  4. Gebt nun den UNC-Pfad zu Eurem “alten” Printerserver an (z.B. \\PRINTSRV01) und bestätigt mit “Next”.
    UNC-Pfad des alten Printservers angeben
  5. Im folgenden Dialog bekommt ihr angezeigt, welche Druckerqueues migriert werden.
    Welche Druckerqueues exportiert werden
  6. Wählt im nächstfolgenden Dialog den Speicherort der Exportdatei  (*.printerExport-Datei) aus.
    Festlegen von Namen und Speicherort der Exportdatei
  7. Die Druckerqueues werden nach einem Klick auf “Next” exportiert.
    Die Daten werden exportiert...
  8. Die Abschlussmeldung folgt, ihr könnt ggf. noch einen Blick in die Ereignisanzeige werfen, ob es beim Export zu Fehlern gekommen ist.
    ...Export abgeschlossen

Importieren der exportierten Druckerqueues auf dem neuen Printserver

  1. Klickt nun im Print Management mit der rechten Maustaste auf Euren “neuen” Printserver.
  2. Wählt den Eintrag “Import printers from a file…
    Importieren der Daten auf den neuen Printserver
  3. Im sich öffnenden Dialogfeld wählt ihr die zuvor erstellte Datei mit den Druckerqueues und Treibern aus.
    Importdatei auswählen
  4. Euch werden im nächstfolgenden Dialog nun alle Druckerqueues angezeigt, die importiert werden.
    Die folgenden Druckerqueues werden importiert
  5. Anschließend müsst Ihr einen Import-Modus auswählen. Ich habe mich dabei entschiedenen, bereits vorhandene Druckerqueues zu behalten und nicht zu überschreiben, sofern sie schon vorhanden sind. Des Weitern wollte ich nicht, dass LPR-Ports konvertiert, sondern bestehen bleiben.
    Bestätigt anschließend mit “Next”.Optional: Behalten existierender Drucker, Konvertiertung von LPR-Ports
  6. Die Daten aus der Exportdatei werden nun ausgelesen, d.h. die entsprechenden Treiber (x86, s.o.) und Druckerqueues werden importiert und angelegt.Import von Druckerqueues und Treibern
  7. Abschließend erhaltet ihr eine Statusmeldung und könnt ggf. die Ereignisanzeige auf Fehler hin überprüfen. In meinem Falle gab es noch einige Unstimmigkeiten, da wie bereits oben beschrieben, ein Teil der x64-Treiber fehlten. Diese spielte ich entsprechend manuell ein und führte anschließend die Importschritte 1-6 nochmals durch.
    Abschlussmeldung: Hier fehlten noch x64-Treiber

Fehlereruierung in der Ereignisanzeige

Migrations mittels Kommandozeile und PRINTBRM

Wenn ihr die Printserver-Migration zum Beispiel per Task oder in einer anderen Form automatisiert durchführen möchtet, kann auch per Kommandozeile die Migration durchführen.

Aus früheren Tagen dürfte den meisten Administratoren dafür der  “Print Migrator 3.1” (PRINTMIG) von Microsoft bekannt sein. Allerdings wird dieses nicht mehr von Microsoft supported und x64-Treiber werden auch nicht unterschützt.

Ab Windows Server 2008 (R2) gibt es nun ein neues Tool namens PRINTBRM, dass ihr im Verzeichnis %WinDir%\SYSTEM32\spool\Tools\ findet.

Exportieren der Druckerqueues und Treiber des alten Printservers

  1. Startet die Kommandozeile (CMD) als Administrator (!)
  2. Wechselt in das Verzeichnis %WinDir%\SYSTEM32\spool\Tools\
  3. Gebt nun den Befehl zum Exportieren nach folgendem Muster ein:
    Printbrm –s \\PRINTSRV01 –b –f c:\ temp\ DATEINAME.printerExport

    Printbrm: Export per Kommandozeile

  4. Bestätigt mit ENTER

    Printbrm: Die Daten werden exportiert
  5. Alle Druckerqueues und Treiber werden – wie beim grafischen Assistenten auch – in die entsprechende Datei exportiert.

    Die erstellte Exportdatei

 

Importieren der exportierten Druckerqueues auf dem neuen Printserver

  1. Startet wie die Kommandozeile, sofern ihr sie geschlossene haben solltet, als Administrator.
  2. Gebt anschließend den Importbefehl nach folgendem Muster ein (\\Printsrv02 steht dabei für den neuen Printserver):

    Printbrm –s \\PRINTSRV02 –r –f c:\temp\DATEINAME.printerExport

       Printbrm: Import der Daten

    Alternativ könnt ihr noch die Parameter –LPR2TCP (Konvertiert LPR-Ports) oder –O (überschreiben vorhandener Objekte) anhängen. Ein vollständige Liste der Parameter erhaltet ihr mit Printbrm –?

  3. Abschließend erhaltet ihr eine Statusmeldung und könnt ggf. die Ereignisanzeige auf Fehler hin überprüfen.

    Printbrm: Import läuft...
  4. Fertig.

Weblinks und weitere Informationen: