Archiv für das Thema: Admin-Alltag

Symbolische Links mit Junction erstellen

Neulich suchte ich nach einer bequemen Möglichkeit, einen alten Verzeichnispfad weiterhin (symbolisch) bestehen zu lassen, obwohl die entsprechenden Dateien eigentlich in einem anderen Verzeichnis liegen.

Bereits seit Windows 2000 bietet Microsoft dafür das Tool LINKD.exe an, mit dem sich symbolische Links auf NTFS-Systemen erstellen lassen.

Aber auch von der Microsoft-Toolschmiede Sysinternals gibt es ein entsprechende Tools, das auf den Namen Junction hört. Dies habe ich dann letztendlich auch für meine Skript verwendet. Das Handling ist wirklich easy.

Will man einen entsprechenden “Symbolic Link” erstellen, ruft man dazu den Befehl

junction “C:\Symbolischer Pfad” “C:\Programme\Alter\oder\langer\Pfad”

auf. Entfernen lassen sich die symbolischen Links dann wieder mittels

junction -d “C:\Symbolischer Pfad”

Tipp: Wenn Ihr junction z.B. in einem Startskript ausführen wollt, hängt noch den Paramter “/accepteula” an, damit kein Hinweis zu den Lizenzbestimmungen kommt.

Firefox per Gruppenrichtlinie steuern

Ihr wisst, ich bin kein Fan vom Firefox, aber da er sicherlich bei vielen von Euch in den Unternehmen anstatt des Internet Explorers eingesetzt wird, könnte die Möglichkeit, Firefox per GPO zu steuern,  interessant für Euch sein.

Mittels GPO for Firefox könnt ihr so die z.B. Standardeinstellungen für die Startseite und Proxy festlegen, könnt aber genauso auch bestimmte Features nach Beliebigen und flexibel sperren.

Um GPO for Firefox zu verteilen sind im Wesentlichen drei Komponenten notwendig

  1. Ein ADM-Template für den Gruppenrichtlinieneditor, über den ihr die zentralen Einstellungen festlegt
  2. Eine Firefox-Extension, damit Firefox “weiß”, dass er Einstellungen per GPO erhält
  3. Ein Skript oder eine Alternativmethode, um die Extension automatisch an alle Clients zu verteilen.

Um die Extension sauber als globale Erweiterung auf den Clients zu installieren, habe ich die “entpackte” XPI-Datei (Ordner mit den Extension-Dateien) aus “\Programme\ Firefox\ Extensions\” kopiert und im NETLOGON-Verzeichnis der Domain Controller in einen separaten Ordner abgelegt.

Per Startscript erhalten die User anschließend den entsprechenden Ordner in ihr Programmverzeichnis kopiert, sofern dieser noch nicht (in der aktuellen Version) vorhanden ist.

Wurde die Extension erfolgreich installiert, seht ihr auf Euren Clients folgendes Icon im rechten Bereich der Statusleiste:

GPO for FirefoxPer GPO könnt ihr nun die verfügbaren Einstellungen steuern:

GPO for Firefox

OCS Inventory inventarisiert Netzwerk-Clients und -Server

Wer in mittleren bis großen IT-Umgebungen tätig ist, dem wird schnell klar, dass eine vernünftiges Inventarisierungstool den Admins eine große Hilfe sein kann in Sachen Hardware- und Softwareüberblick.

Wer hierbei nach einer kostenfreien Alternative sucht, sollte mal einen Blick in Richtung OCS Inventory werfen.

Gut, es mag sicherlich noch einige andere gute, aber vergleichsweise teurere Inventarisierungsanwendungen geben, OCS bietet aber einen wirklich guten Rundumschlag – und ist Open Source.

OCSInventory[4]

So lassen sich im Webinterface sämtliche Rechner im eigenen Netz inventarisieren, damit verbunden die verbaute Hardware und installierte Software.

Die Installation geht eigentlich relativ einfach von Statten, für das Deployment des “Agenten” an die Clients, der später die entsprechenden Reports an den Server schickt, gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich habe mich hierbei für die Verteilung mittels Deployment-Tool entschieden. Weitere Möglichkeiten sind per PSEXEC oder Gruppenrichtlinie. Letzteres von Vorteil, um nicht mühselig das Deployment-Tool jedes Mal anzuwerfen, in der Hoffnung, die nicht erfassten Rechner (da ausgeschaltet), nun einzufangen.

Setzt ihr bei Euch im Unternehmen eine Inventarisierungssoftware ein? Wenn ja welche? Würde mich durchaus interessieren, bin dennoch auf der Suche nach einer (vielleicht sogar besseren) Alternative.