Happy SysAdminDay 2014!

Veröffentlicht am 25. Juli 2014 in Admin-Alltag | Keine Kommentare

Ich wünsche allen Mit-Systemadministratoren da draußen einen schönen (und hoffentlich ruhigen) SysAdminDay 2014. Alljährlich wird dieser am letzten Freitag des Julis zelebriert. Dabei sollen die Anwender, welche stets von ihren Admins unterstützt werden,  ein Stück davon als Dank zurückgeben: Z.B. in Form einer kleinen Aufmerksamkeit wie ein Kuchen.

Dennoch stellt man eher fest, Systemadministratoren zelebrieren den Tag wenn überhaupt unter sich, der “normale” Bürokollege weiß um den Tag gar nicht Bescheid. :-(

Drüben in der Spiceworks Commuity zelebriert man gleich mehrere Tage zu Ehren der Admins (“SysMas“)  und stellt eine Infografik zum Verteilen, Aufhängen oder was Euch so einfällt bereit :-) Diese ist in Zusammenarbeit mit Sophos entstanden.

 In diesem Sinne, Happy Sysadminday!

Windows Server 2012: Erfolgreich das .NET-Framework 3.5 Feature installieren

Veröffentlicht am 12. Juli 2014 in Anleitungen | Keine Kommentare

Bei einigen Anwendungen kann es durchaus vorkommen, dass sie zur Installation noch immer das .NET-Framework 2.0 oder .NET-Framework 3.x benötigen. Dies ist standardmäßig unter Windows Server 2012 (R2) nicht installiert und muss per Feature-Installation über den Server-Manager (alternativ DISM oder PowerShell) nachinstalliert werden.

Allerdings quittiert Windows Server 2012 (R2) den Versuch, das Feature zu installieren, üblicherweise mit der Fehlermeldung, dass die notwendigen Ressourcen fehlen würden.

“Fehler bei der Installation von mindestens einer Rolle, einem Rollendienst oder einem Feature. Die Quelldateien konnten nicht gefunden werden.”

Hier ist übrigens auch noch ein kleiner Fehler in der deutschen Übersetzung, da heißt es nämlich Quelledateien, an Stelle von Quelldateien :-)

Windows Server 2012: Fehlermeldung beim Versuchen, das .NET-Framework 3.5 Feature zu installieren

Windows Server 2012: Fehlermeldung beim Versuchen, das .NET-Framework 3.5 Feature zu installieren

Im Folgenden zeige ich Euch, wie ihr das .NET-Framework Feature trotzdem erfolgreich installieren könnt.

Server Manager

  1. Legt die Installations-DVD/Stick von Windows Server 2012 (R2) ein oder mountet im Fall einer VM das ISO-Image. Alternativ könnt ihr später auch einen Netzwerkpfad verwenden, solltet ihr die Installationssourcen auf einem solchen abgelegt haben
  2. Wählt im Server-Manager bei der Rollen-/Featureinstallation zunächst das .NET-Framework 3.5 Feature aus
  3. Im letzten Fenster des Assistenten (“Bestätigung”) klickt ihr nun aber noch nicht auf “Installieren”
  4. Klickt auf den Link “Alternativen Quellpfad angeben

    Windows Server 2012: .NET-Framework 3.5 – Alternativen Pfad der Installationsdateien auswählen

    Windows Server 2012: .NET-Framework 3.5 – Alternativen Pfad der Installationsdateien auswählen

  5. Im Eingabefeld “Pfad” gebt ihr nun den Pfad zur den Ressourcen (z.B. der DVD) an. Im folgenden Screenshot ist das ISO auf E:\ gemountet. Der vollständige Pfad lautet hier “E:\Sources\SxS“. Entscheidend ist das Unterverzeichnis “\Sources\SxS“, welches die benötigten Quelldateien enthält.

    Windows Server 2012: .NET-Framework 3.5 - Alternativen Pfad der Installationsdateien angeben

    Windows Server 2012: .NET-Framework 3.5 – Alternativen Pfad der Installationsdateien angeben

  6. Bestätigt mit OK und anschließend auf Installieren. Nun klappt die Installation :-)

Installation per DISM (Konsole)

Freunde der Eingabekonsole können das Feature auch per DISM installieren. Der Befehl ist außerdem nützlich, wenn man die Installation automatisieren bzw. skripten möchte.

  1. Startet CMD (oder powershell) als Administrator
  2. Gebt nun den folgenden Befehl ein und bestätigt mit Enter
    DISM /online /enable-feature /featurename:NetFx3 /all /Source:E:\Source\SxS /LimitAccess

    Windows Server 2012: .NET-Framwork 3.5 Feature per DISM installieren

    Windows Server 2012: .NET-Framwork 3.5 Feature per DISM installieren

Der Parameter “/Source” teilt DISM mit, die Quelldateien auf E:\ zu suchen. Mit dem Parameter “/LimitAccess” wird verhindert, dass DISM auch versucht, beim Windows Update Dienst nach den Quelldateien zu suchen.

Windows Server 2012: DHCP-Failover konfigurieren

Veröffentlicht am 29. Juni 2014 in Anleitungen | Keine Kommentare

Eine der interessanten neuen Features von Windows Server 2012 ist die DHCP-Failoverfunktion, die sich nun endlich sehr bequem konfigurieren lässt.

Voraussetzung für einen Failover-Cluster sind zwei vorhandene Windows Server 2012 Systeme in Eurem Netzwerk, die bereits mit der DHCP-Rolle autorisiert worden sind.

  1. Öffnet die Verwaltungskonsole des ersten DHCP-Servers
  2. Klickt mit der rechten Maustaste auf den IPv4 oder IPv6 Bereich, mit welchem ihr ein Failover-Cluster erstellen wollt und wählt den Eintrag “Failover konfigurieren“.
    DHCP-Failover: Failover konfigurieren

    DHCP-Failover: Failover konfigurieren

    Bei der ersten Konfiguration sind zunächst noch alle Schritte notwendig. Fügt ihr später weitere Bereich hinzu, kann auf die bereits konfigurierten Einstellungen zurückgegriffen werden.

  3. In dem sich öffnenden Assistenten muss nun zunächst ein gültiger Partnerserver angegeben werden.

    DHCP Failover: Partnerserver angeben

    DHCP Failover: Partnerserver angeben

  4. Im nächsten Schritt folgt die eigentliche Konfiguration. Zunächst vergibt man einen Namen für die Failoverbeziehung sowie einen geheimen Schlüssel. Dieser wird später nicht wieder abgefragt (mir zumindest noch nicht untergekommen), notiert habe ich ihn mir natürlich dennoch.
  5. Die Einstellung der “Maximalen Clientvorlaufzeit” habe ich auf Standard belassen (diese gibt den maximalen Zeitraum an, um welchen der Server den Lease für einen Client über den beim Partnerserver bekannten Zeitraum verlängern kann)
  6. Anschließend muss außerdem der Modus vorgegeben werden, d.h. ob ein Hot Standby oder ein Lastenausgleich erstellt werden soll.
    DHCP-Failover: Konfiguration von Lastenausgleich oder HotStandby

    DHCP-Failover: Konfiguration von Lastenausgleich oder HotStandby

    1. Bei der Option “Lastenausgleich” kann man bspw. nach dem Pareto-Prinzip (80/20 Regel) oder der Standardeinstellung 50/50 den Adressbereich über beide DHCP-Server verteilen.
    2. Beim “HotStandy” wird der Partnerserver erst beim Ausfall des ersten DHCP-Servers aktiv (hält einen reservierten Bereich von standardmäßig 5% der Adressen vor), wobei hier noch unterschieden werden kann, ob der Partnerserver nach Wiederherstellung des ersten Server aktiv bleiben oder wieder in den Standby-Modus gehen soll.
  7. Bestätigen und Weiter. Die Beziehung wird nun zwischen den beiden Server für den ausgewählten Scope erstellt und kann im Anschluss über die Eigenschaften eingesehen und ggf. auch geändert werden. So könnt ihr nämlich auch nach erfolgter Konfiguration zwischen Lastenausgleich und HotStandy wechseln, ohne den Failover wieder auflösen zu müssen.

    DHCP Failover: Einstellungen einsehen

    DHCP Failover: Einstellungen einsehen

Zusatztipp!

Bei mir ist die Erstellung des Failovers im ersten Durchgang auf die Nase gefallen. Warum?

Auf den ersten Server habe ich die Option 252 für WPAD manuell konfiguriert, dies aber auf dem frisch installierten zweiten DHCP-Server zuvor nicht durchgeführt. Die Erstellung scheiterte und zeigte im “Configure Failover” Fenster ein Failed an. Nachdem ich die Option 252 auch hier erstellt hatte, klappte die Durchführung sofort und reibungslos.