Erweitertes Startmenü mit StartMenu7

Ich hatte Euch ja schon vor einer Weile Classic Windows Start Menu vorgestellt, ein Tool mit dem ihr unter Windows 7 das klassische Startmenü zurückzaubern könnt. Auch caschy hatte schon das eine oder andere Tool vorgestellt.

So richtig überzeugend war für mich keins der vorgestellten Tools. Start Menu 7 sieht da in meinen Augen schon wesentlich besser aus, macht einfach einen frischeren und übersichtlicheren Eindruck – und: Es beschert Euch auch unter 2000, XP und Vista ein neues, optimiertes Startmenü!

Auch hier gibt es wieder eine kostenlose und eine erweiterte Version, die kostenlose reicht in meinen Augen aber vollkommen aus.

Nachdem ihr Start Menu 7 heruntergeladen und gestartet habt, öffnet mal Euer Startmenü:

StartMenu7

Hier bekommt ihr jetzt übersichtlich die einzelnen Menüs à la klassischen Windows-Startmenü + Windows 7 Features angeboten.

Bei Bedarf könnt ihr auch zwischen verschiedenen Skins auswählen, z.B. “Windows klassisch”, was dann so aussieht:

StartMenu7 in klassischem Outfit

Unter “Optionen” könnt ihr noch weitere Einstellungen vornehmen, wie bspw. die bevorzugte Desktopsuche oder weitere Buttons, die im Startmenü angezeigt werden sollen (Abmelden, Abdocken, Neustarten etc.)

StartMenu7: Desktopsuche auswählen

Weitere Buttons hinzufügen

Fazit:

Insgesamt eine sehr gute Alternative zum Standard-Startmenü von Windows 7, bringt aber für alte 2000/XP-Fans gewohnte Atmosphäre gepaart mit dem “modernen” Flair von Windows 7.

Windows 7: Taskleisten-Thumbnails schneller und einfacher ändern

Wenn man die Taskleistenvorschau von Windows 7 ändern möchte, so kann man dies über Änderungen in der Registry vornehmen. So lassen sich die Zeit bis die Thumbnails angezeigt werden, sowie deren Größe modifizieren.

Mit dem kleinen, aber feinen Tool “Windows 7 Taskbar Thumbnail Customizer” könnt ihr die Anpassungen für Größe, Zeitintervall und Abständen per Schiebregler sehr fix ändern. Einfach auf den gewünschten Wert einstellen und Einstellungen übernehmen. Das Tool ist portabel und benötigt keine Installation.

Auf Wunsch könnt ihr auch wieder zu den “Werkseinstellungen” zurückkehren. Entwickelt wurde das Tool von Kishan, auf dessen Blog ihr den Customizer auch herunterladen könnt.

Im Gegensatz zum Taskbar Thumbnail Tweaker, der in den letzten Tagen auf einigen Blogs und Webseiten erwähnt wurde, bietet Kishans Tool noch ein paar Einstellungen mehr.

Windows 7 Taskbar Thumbnail Customizer

Opera 10.50: Proxyprobleme beheben

Derzeit scheint in der finalen Version und auch dem am Freitag veröffentlichten Snapshot von Opera 10.50 ein Bug zu sein, der das Aufrufen von Webseiten ziemlich träge macht, wenn man über eine Proxy aufs Web zugreift.

Mit folgendem Workaround könnt ihr die Geschwindigkeitsbremse (ein wenig) lösen:

  1. Klickt in den “Einstellungen” auf “Erweitert” und danach auf “Netzwerk”
  2. Wählt den Button “Proxyserver” und hakt die Option “HTTP 1.1. für Proxy aktivieren”
     Opera 10.50: HTTP 1.1 für Proxy aktivieren

Das Problem konnte ich erst mit der finalen Version feststellen. Bekannterweise habe ich ja auch schon immer die Vorabversion im Einsatz. Bei den vorigen Snapshots bestand das Problem jedenfalls nicht.

Windows optimieren mit Twin 7

Produktabbildung_447399_Final_25.9. Vorige Woche hatte ich die Software Twin 7 von Data Becker zum Testen zugeschickt bekommen. Twin 7 verspricht eine “Tuning-Suite der nächsten Generation für maximale Windows 7-Performance”.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich die Software ziemlich gut finde. Nicht, weil es sich hierbei um ein Wunderwerkzeug handelt, dass wie viele andere Tuning-Suiten auch die absolute Performance-Rakete verspricht, sondern weil man im Prinzip viele Funktionen, seien es Windows-Standardwerkzeuge und solche, die man sonst über Zusatztools wie CCleaner o.ä. nutzen kann, unter eine Oberfläche vereint bekommt.

Twin 7 von Data Becker

Mal ehrlich, in Zeiten von QuadCore-Prozessoren, 64-Bit Betriebssystemen (naja, noch nicht flächendeckend), Arbeitsspeicher jenseits von 1 GB – wer bekommt da noch mit, ob ein kleiner Eintrag in der Registry wirklich einen Leistungsschub bringt oder nicht.

Manche der Optimierungsvorschläge sind sicherlich in Ordnung, in meinen Augen ist ihre positive Wirkung bei Einigen aber durchaus zweifelhaft oder nicht unbedingt spürbar erkennbar.

So empfahl mir Twin7 zum Beispiel nach erfolgter Systemanalyse zum Booten beide Kerne meines Core2Duos zu nutzen, um den Bootvorgang zu beschleunigen. Warum? Selbst wenn das beim Booten 1 Sekunden bringen würde, im Endeffekt Nutzen habe ich keinen davon. Allerdings handelt es sich hierbei doch eher wohl um einen Placebo-Effekt.

Allgegenwärtig ist noch immer die Diskussion um Spionage-Funktionen seitens Microsoft, sei es bei Fehlerberichten, automatischen Updates o.ä., sodass natürlich auch diese “Häkchen” ihren Platz in diversen und auch dieser Tuning-Suite finden.

Sicherlich gibt man Denjenigen Recht, dass nicht ungewollt irgendwelche Daten an Microsoft geschickt werden sollen. Andererseits steht aber bspw. das Thema der automatischen Updates VS. Malware, Exploits u.a. gegenüber.

Funktionen wie der “Registry Cleaner” sind in meinen Augen durchaus sinnvoll, wenngleich es auch hierzu ziemlich viele kontroverse Diskussionen gegeben hat und auch noch gibt. Ich möchte nicht bestreiten, dass Registry Cleaner sicherlich keinen Leistungsschub von 100%, nein wahrscheinlich noch nicht einmal 1% geben. Allerdings habe ich in der Vergangenheit an verschiedenen Systemen des Öfteren festgestellt, das falsche, verwaiste und/oder veraltete Registry-Einträge durchaus zu komischen Systemverhalten führen können (Hänger u.ä.). En “Cleaning” bspw. mit dem CCleaner brachte hier durchaus Erfolg. Ähnlich sehe ich es auch bei der Registry-Cleaning-Funktion im Twin7, ob die “Registry-Defragmentierung” etwas bringt wage ich zu bezweifeln.

Registry-Cleaner: Placebo oder Hilfreich?

Ganz sicher eine weitere Placebo-Funktion ist allerdings die sogenannte RAM-Optimierung, die meines Wissens bereits seit den 90ern des letzten Jahrhunderts durch zig Foren geistert und in diversen Tools seinen Platz findet.

Wiederum positiv und erwähnenswert finde ich die Funktion, relativ einfach UAC-Ausnahmen festlegen zu können, um z.B. Tools wie den erwähnten CCleaner nicht immer mit UAC-Meldung bestätigen zu müssen. Dazu wird auf dem Desktop eine Verknüpfung abgelegt, die die Anwendung über die Windows 7 eigene Aufgabenplanung startet; Caschy hatte diese Funktion schonmal detaillierter beschrieben.

UAC-Ausnahmen definieren

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dennoch sollte erwähnt sein, dass Twin7 von jeder Änderung ein Backup erzeugt, sodass ihr bei Bedarf auch wieder zu den “Werkseinstellungen” zurückgehren könnt. Auch lassen sich eigene “Registry-Tweaks” hinterlegen.

Der sogenannte “Booster”-Modus, der sich per Update nachrüsten lässt (kostenlose Registrierung notwendig), verspricht durch Abschalten nicht benötigter Dienste einen Leistungsschub. So lassen sich für verschiedene Modi (Video, Spiele etc.) auch diverse Profile anlegen.

Booster-Funktion in Twin 7

Auch hierbei gab es schon einige Diskussionen, ob es etwas bringt, Dienste abzuschalten. Allerdings sollen neben den Dienste auch laufende Prozesse abgeschaltet werden, die nicht benötigt werden. Über diese Funktion kann ich noch nicht viel sagen, ich muss sie mal noch ausgiebiger testen.

Fazit

Zusammenfassend kann ich Twin 7 all denjenigen von Euch empfehlen, die gerne sämtliche Funktionen – welche ihr sonst in diversen Windows7-eigenen-Tools oder 3rd-Party Tools an verschiedensten Stellen findet und nutzt – auf ein Tool übersichtlich zusammengefasst nutzen möchten.

Viele Funktionen sind durchaus nützlich, manche vielleicht (ggf. subjektiv empfunden) nur Placebos, die Eurem System zwar nicht wirklich schaden, aber auch keinen spürbaren Nutzen bringen.

Ihr müsst halt abwägen – da Twin 7 nicht kostenlos ist – ob Euch dieser Komfort knapp 38 Euro Wert ist.

Zwei weitere Meinungen zu Twin 7 findet ihr bei Björn und Tim.